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Internationaler Strafgerichtshof: 30 Jahre Haft für kongolesischen Rebellenchef

Wegen Kriegsverbrechen  

30 Jahre Haft für kongolesischen "Terminator"

07.11.2019, 15:48 Uhr | AFP

Internationaler Strafgerichtshof: 30 Jahre Haft für kongolesischen Rebellenchef. Bosco Ntaganda, Milizkommandant aus dem Kongo: Richter hatten den als «Terminator» bezeichneten einstigen Kriegsherrn bereits in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. (Quelle: dpa/Peter Dejong/AP)

Bosco Ntaganda, Milizkommandant aus dem Kongo: Richter hatten den als «Terminator» bezeichneten einstigen Kriegsherrn bereits in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. (Quelle: Peter Dejong/AP/dpa)

Bosco Ntaganda gilt als ein besonders brutaler Anführer der Tutsi-Rebellen – auch Säuglinge und Kinder wurden zu seinen Opfern. Für seine Verbrechen wurde er nun in Den Haag verurteilt.   

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) hat den kongolesischen Rebellenchef Bosco Ntaganda wegen "besonders grausamer" Verbrechen zu 30 Jahren Haft verurteilt. Die Strafe gegen den unter dem Namen "Terminator" berühmt-berüchtigt gewordenen Angeklagten wurde am Donnerstag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhängt. Es ist die höchste Strafe, die das 2002 ins Leben gerufene Gericht bisher aussprach.

Richter Robert Flemr begründete das Strafmaß damit, dass die von Ntaganda begangenen Verbrechen "besonders grausam" gewesen seien. Der Kriegsherr galt in den Jahren 2002 und 2003 als ein besonders brutaler Anführer der Tutsi-Rebellen im Konflikt um die Rohstoffvorkommen in der Region Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Er wird für mehrere Massaker, Vergewaltigungen und sexuelle Versklavung verantwortlich gemacht. Unter den Opfern waren auch Kinder und Säuglinge.

Ntaganda hat sich dem Gericht freiwillig gestellt

Der 46-Jährige war im Juli vom IStGH in 13 Fällen wegen Kriegsverbrechen und in fünf Fällen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig befunden worden. Gegen dieses Urteil hat Ntaganda, der sich 2013 freiwillig dem Gericht gestellt hatte, bereits Berufung eingelegt. Er kann eine solche auch gegen das nun verkündete Strafmaß einlegen.
 

 
Der Konflikt um Ituri hatte 1999 begonnen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden bei den jahrelangen Kämpfen um die Kontrolle der Region mehr als 60.000 Menschen getötet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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