Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Iran – Insider: 1.500 Tote bei Demonstrationen im Iran

Proteste gegen Regierung  

Insider: 1.500 Tote bei Demonstrationen im Iran

23.12.2019, 19:27 Uhr | rtr

Iran – Insider: 1.500 Tote bei Demonstrationen im Iran. Protest in Teheran: Autofahrer blockieren eine Straße, um gegen eine Anhebung der Benzinpreise zu protestieren. (Quelle: Reuters/Nazanin Tabatabaee/WANA)

Protest in Teheran: Autofahrer blockieren eine Straße, um gegen eine Anhebung der Benzinpreise zu protestieren. (Quelle: Nazanin Tabatabaee/WANA/Reuters)

Die Zahl der während der Proteste im Iran getöteten Menschen liegt wohl deutlich höher als bislang gedacht. Insider berichten von etwa 1.500 Toten, darunter Jugendliche, Frauen und Sicherheitskräfte.

Bei regierungskritischen Protesten im Iran sind offenbar mehr Menschen ums Leben gekommen als bislang angenommen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von drei Vertretern des iranischen Innenministeriums erfuhr, wurden bei den knapp zweiwöchigen Unruhen im November etwa 1.500 Menschen getötet. Darunter waren auch mindestens 17 Teenager und rund 400 Frauen sowie Sicherheitskräfte und Polizisten. Die Zahl liegt deutlich höher als bislang bekannte Schätzungen.

Die USA gehen davon aus, dass mehr als 1.000 Menschen getötet worden sein könnten. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sind eigenen Angaben zufolge mindestens 304 getötete Demonstranten bekannt. Schon damit wären bei den jüngsten Unruhen so viele Menschen getötet worden wie seit den Ausschreitungen der Islamischen Revolution 1979 nicht mehr. Die Führung in Teheran hat sich öffentlich bislang nicht zur Zahl der Todesopfer geäußert.

Proteste ursprünglich gegen höhere Benzinpreise

Ausgelöst wurden die Proteste am 15. November durch die Bekanntgabe einer Benzinpreiserhöhung. Zwei Tage später hatten sie die Hauptstadt Teheran erreicht. Es wurden auch Forderungen nach einem Rücktritt der Führung laut. Demonstranten verbrannten Bilder des geistlichen und staatlichen Oberhaupts des Irans, Ajatollah Ali Chamenei. Dieser hat ihm nahestehenden Insidern zufolge verärgert darauf reagiert.

"Die islamische Republik ist in Gefahr", sagte er einem der Insider zufolge bei einem Treffen von hochrangigen Sicherheitskräften und Regierungsmitgliedern am 17. November. "Macht, was auch immer nötig ist, um das zu stoppen. Ihr habt meinen Befehl." Das Büro des Regierungssprechers wollte sich nicht dazu äußern. Die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen reagierte nicht auf Anfragen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal