Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Irak: Bewaffnete Einheiten stürmen Protestcamps – viele Tote und Verletzte

Viele Tote und Verletzte  

Bewaffnete Einheiten stürmen Protestcamps im Irak

25.01.2020, 17:23 Uhr | AFP

Irak: Bewaffnete Einheiten stürmen Protestcamps –  viele Tote und Verletzte. Tränengas gegen Demonstranten in Bagdad: Allein in der irakischen Hauptstadt sollen ein Mensch getötet und 40 verletzt worden sein. (Quelle: AP/dpa/Hadi Mizban)

Tränengas gegen Demonstranten in Bagdad: Allein in der irakischen Hauptstadt sollen ein Mensch getötet und 40 verletzt worden sein. (Quelle: Hadi Mizban/AP/dpa)

Unter dem Schutz des mächtigen Schiitenführers Moktada al-Sadr sind im Irak neue Proteste entflammt. Jetzt hat sich al-Sadr  distanziert – und die Befürchtungen der Demonstranten wurden wahr.

Bei Demonstrationen im Irak haben Polizisten am Samstag erneut mehrere Protestteilnehmer erschossen. In der südirakischen Stadt Nasirijah seien zwei Demonstranten erschossen und etwa 20 weitere verletzt worden, sagten Ärzte der Nachrichtenagentur AFP. Von Ärzten in Bagdad hieß es, dort seien ein Demonstrant erschossen und 40 weitere verletzt worden.

Sicherheitskräfte hatten am frühen Morgen damit begonnen, landesweit Protestlager zu räumen. In Bagdad setzten die bewaffneten Einheiten dabei scharfe Munition und Tränengas ein. Ein AFP-Reporter beobachtete, wie einige Sicherheitskräfte eine Gruppe junger Demonstranten mit Schlagstöcken bedrohten.

Gewalt gegen Demonstranten in Basra

Auch in den Städten Hilla, Diwanijah, Kut, Amarah und in Nadschaf zerstörten Polizisten die Zelte von Demonstranten. In der südlichen Hafenstadt Basra stürmten bewaffnete Einsatzkräfte in einer nächtlichen Räumungsaktion ein Protestcamp und vertrieben die Aktivisten mit Gewalt, wie ein AFP-Korrespondent berichtete.

Die landesweiten Razzien ereigneten sich einen Tag, nachdem der einflussreiche Schiitenführer Moktada al-Sadr der Protestbewegung seine weitere Unterstützung entzogen hatte. Demonstranten fürchteten daraufhin, dass sich die irakischen Behörden zum harten Durchgreifen gegen die Protestbewegung ermutigt sehen könnten.

Noch am Freitag hatten Tausende Anhänger des einflussreichen Schiitenführers Moktada al-Sadr in Bagdad den Abzug der US-Truppen aus dem Irak gefordert. Männer, Frauen und Kinder versammelten sich in der Hauptstadt unweit der Grünen Zone, in der auch die US-Botschaft ihren Sitz hat. Sie schwenkten die irakische Flagge und riefen "Raus, raus mit dem Besatzer" und "Ja zur Souveränität".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal