Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Konflikt in der Ostukraine: Separatisten sollen Waffenruhe gebrochen haben

Nach wenigen Stunden  

Separatisten sollen Waffenruhe in Ostukraine gebrochen haben

27.07.2020, 16:44 Uhr | dpa

Konflikt in der Ostukraine: Separatisten sollen Waffenruhe gebrochen haben. Ukrainischer Soldat in Nowotoschkiwske in der umkämpften Region Luhansk: Die Separatisten wiesen die Vorwürfe der Armeeführung in Kiew zurück. (Quelle: Reuters/Iryna Rybakova)

Ukrainischer Soldat in Nowotoschkiwske in der umkämpften Region Luhansk: Die Separatisten wiesen die Vorwürfe der Armeeführung in Kiew zurück. (Quelle: Iryna Rybakova/Reuters)

Die Waffenruhe in der Ostukraine hat offenbar nur kurz gehalten. Die ukrainische Armee wirft den prorussischen Separatisten vor, ihre Stellungen beschossen zu haben.

Im Kriegsgebiet in der Ostukraine ist die neu vereinbarte Waffenruhe nach Militärangaben aus Kiew am Morgen von Seiten der prorussischen Separatisten gebrochen worden. Stellungen der ukrainischen Regierungseinheiten seien bereits kurz nach Inkrafttreten der neuen Feuerpause mit schweren Maschinengewehren beschossen worden. Das sagte vor Journalisten der Oberkommandierende der Regierungstruppen, Wladimir Krawtschenko.

Zudem sei an einem Frontabschnitt auch Mörserbeschuss von Seiten der Aufständischen festgestellt worden. Zuvor hatten Vertreter der Rebellen aus Luhansk und Donezk ein Einhalten der Waffenruhe durch die Armee bestätigt. Die Donezker Separatisten wiesen die Vorwürfe der Armeeführung in Kiew zurück. "Diese Erklärung ist eine weitere Informationsprovokation der ukrainischen Seite, die auf eine Destabilisierung der Lage abzielt", teilten die Donezker Vertreter in der Kommission zur Überwachung der Waffenruhe mit.

Mehr als 13.000 Kriegsopfer in der Ostukraine seit 2014

Der ukrainische Oberkommandierende Krawtschenko sagte, dass niemand den Soldaten verbiete, im Fall einer lebensgefährlichen Situation das Feuer zu erwidern. Zudem setze die Armee weiter Drohnen zur Aufklärung entlang der Frontlinie ein. Gemäß den Vereinbarungen der vergangenen Woche zwischen den Konfliktparteien ist der Einsatz von Drohnen komplett verboten. Zudem sollte "Erwiderungsfeuer" nur nach einem Befehl von Seiten des Oberkommandos möglich sein.

Seit 2014 kämpfen Regierungseinheiten im Bergbaurevier Donbass gegen aus Russland unterstützte Aufständische. UN-Schätzungen zufolge wurden seitdem mehr als 13.000 Menschen getötet. Ein 2015 mit deutsch-französischer Vermittlung vereinbarter Friedensplan konnte aufgrund eines fehlenden dauerhaften Waffenstillstands bisher nicht umgesetzt werden. Rund zwei Dutzend Anläufe für eine Waffenruhe scheiterten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal