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Äthiopien ordnet finale Militäroffensive in Konfliktregion Tigray an

Nach Ablauf des Ultimatums  

Äthiopien ordnet finale Militäroffensive in Konfliktregion an

26.11.2020, 14:33 Uhr | dpa

Äthiopien ordnet finale Militäroffensive in Konfliktregion Tigray an. Äthiopien: Der Konflikt der Zentralregierung mit Tigray sorgt für eine humanitäre Katastrophe. Viele Menschen sind von Hilfsangeboten abgeschnitten. (Quelle: imago images/VWPics)

Äthiopien: Der Konflikt der Zentralregierung mit Tigray sorgt für eine humanitäre Katastrophe. Viele Menschen sind von Hilfsangeboten abgeschnitten. (Quelle: VWPics/imago images)

Äthiopiens Zentralregierung und die Region Tigray liegen im Konflikt miteinander. Nach mehreren gegenseitigen Angriffen hat Regierungschef Ahmed nun eine finale Militäroffensive angeordnet.

Nach dem Ablauf eines Ultimatums zur Kapitulation der Kräfte in der Konfliktregion Tigray hat Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed dort eine finale Militäroffensive angeordnet. Man rufe die Bewohner von Mekelle – der Hauptstadt von Tigray – auf, die Waffen niederzulegen, in ihren Häusern zu bleiben und sich von militärischen Zielen fernzuhalten, teilte Regierungschef Abiy Ahmed am Donnerstag auf Facebook mit. Man werde sich während der Offensive bemühen, Zivilisten zu schützen.

Zuvor waren die äthiopischen Streitkräfte in Richtung Mekelle vorgerückt. Am Sonntag hatte Abiy den Kräften in Tigray ein 72-stündiges Ultimatum zur Kapitulation gesetzt. Nach Angaben des Ministerpräsidenten kapitulierten Tausende Kämpfer. Etliche Stimmen der internationalen Gemeinschaft, darunter UN-Generalsekretär António Guterres, riefen zum Schutze der Zivilbevölkerung auf.

Hilfsorganisationen warnen vor humanitärer Krise

Hilfsorganisationen warnten erneut vor einer humanitären Katastrophe. "Keine der Kriegsparteien ist gewillt, Hilfsorganisationen Zugang zu den notleidenden Menschen in Tigray zu gewähren", kritisierten Caritas International, Misereor und die Sternsinger. Zu den Opfern gehörten ältere Menschen, Schwangere, Kinder und Menschen mit Behinderungen, die nicht fliehen könnten. Zudem sei die Kommunikation mit den Menschen im Kampfgebiet nach wie vor weitgehend unterbrochen.

Äthiopiens Regierung hatte vor drei Wochen eine Offensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) gestartet, die in der nördlichen Region Tigray an der Macht ist. Hintergrund des Konflikts sind immer größere Spannungen zwischen Tigray und der Zentralregierung. Die TPLF dominierte Äthiopien mehr als 25 Jahre lang, bis Abiy 2018 an die Macht kam und die TPLF hinausdrängte.

Viele Menschen in Tigray fühlen sich von der Zentralregierung nicht Vertreten und fordern mehr Autonomie. Im Vielvölkerstaat Äthiopien mit seinen rund 112 Millionen Einwohnern gibt es etliche ethnische Spannungen, die unter Abiy gestiegen sind.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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