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Soldat in Bergkarabach getötet? Aserbaidschan droht Armenien mit Vergeltung

Konflikt um Bergkarabach  

Soldat getötet? Aserbaidschan droht Armenien mit Vergeltung

28.12.2020, 11:40 Uhr | AFP

Soldat in Bergkarabach getötet? Aserbaidschan droht Armenien mit Vergeltung. Aserbaidschanische Soldaten vor einer Moschee in Agdam: Das Grenzdorf ist mit dem Waffenstillstand unter die Kontrolle Bakus gekommen. (Archivfoto) (Quelle: imago images/Mikhail Skamyin)

Aserbaidschanische Soldaten vor einer Moschee in Agdam: Das Grenzdorf ist mit dem Waffenstillstand unter die Kontrolle Bakus gekommen. (Archivfoto) (Quelle: Mikhail Skamyin/imago images)

Seit November gilt im Konflikt um Bergkarabach ein Waffenstillstand, der aber immer wieder gebrochen wird. Nun soll ein aserbaidschanischer Soldat getötet worden sein, die Regierung in Baku droht Armenien.

Bei einem Gefecht zwischen aserbaidschanischen Streitkräften und pro-armenischen Kämpfern ist nach Angaben des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums ein Soldat getötet worden. Ein weiterer Armeeangehöriger sei verletzt worden, teilte das Ministerium am Montag mit. Demnach hatten die pro-armenischen Kämpfer das Feuer auf die aserbaidschanischen Soldaten eröffnet. Sechs der Angreifer seien getötet worden.

Der Vorfall habe sich in der Nähe des Dorfes Agdam in einem an die umstrittene Region Bergkarabach angrenzenden Gebiet ereignet, hieß es in der Mitteilung. Das Ministerium drohte mit "entschlossenen Maßnahmen", sollte es weitere Angriffe geben.

Waffenstillstand im Konflikt um Bergkarabach 

Die verfeindeten Nachbarstaaten Aserbaidschan und Armenien befinden sich seit Jahrzehnten in einem Konflikt um die Südkaukasus-Region Bergkarabach. Nach wochenlangen heftigen Kämpfen mit mehr als 6.000 Toten hatten beide Seiten im November ein von Moskau vermitteltes Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das für Armenien mit herben Gebietsverlusten einherging. Im November übernahm Aserbaidschan die Kontrolle über Agdam und zwei weitere vormals von Armenien besetzte Gebiete.

Aserbaidschan hatte vor kurzem mitgeteilt, dass seit Abschluss des Waffenstillstandsabkommens am 10. November mindestens sechs Soldaten getötet worden seien. Insgesamt halte der Waffenstillstand, dessen Einhaltung von russischen Soldaten überwacht wird, jedoch.

Bergkarabach hatte während des Zerfalls der Sowjetunion einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Darauf folgte in den 90er-Jahren ein Krieg mit 30.000 Toten. Die selbsternannte Republik wird bis heute international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans. Sie wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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