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Belarus: Unternehmer sammelt Geld für Festnahme von Alexander Lukaschenko

Krise in Belarus  

Unternehmer sammelt Geld für Festnahme von Lukaschenko

28.05.2021, 13:01 Uhr | dpa

Belarus: Unternehmer sammelt Geld für Festnahme von Alexander Lukaschenko. Alexander Lukaschenko: Der belarussische Machthaber soll, wenn es nach einem Unternehmer geht, festgenommen werden. (Quelle: imago images/ ITAR-TASS)

Alexander Lukaschenko: Der belarussische Machthaber soll, wenn es nach einem Unternehmer geht, festgenommen werden. (Quelle: ITAR-TASS/imago images)

Elf Millionen Euro – so viel will ein belarussischer Geschäftsmann zusammenkriegen, um Lukaschenko hinter Gitter zu bringen. Denn mit dem Geld will er die Sicherheitskräfte des Diktators bestechen.

Der bekannte belarussische Unternehmer Waleri Zepkalo will mit Spendengeldern die Festnahme des autoritären Staatschefs Alexander Lukaschenko erwirken. In einem YouTube-Video erklärte der ins Ausland geflüchtete Zepkalo, er wolle per Crowdfunding 11 Millionen Euro zusammenbekommen und als Belohnung an die Sicherheitskräfte auszahlen, die Lukaschenko hinter Gitter brächten. Am Freitagvormittag war mit rund 60.000 Euro aber erst ein Bruchteil der Summe erreicht.

Zepkalo zeigte sich optimistisch, dass die Aktion gelingen könnte. Auch im belarussischen Machtapparat gebe es aufrichtige Menschen, die mit der Linie des "Verbrechers Nummer eins", wie er Lukaschenko nennt, nicht einverstanden seien. Der 56-Jährige wirft dem Langzeitmachthaber Wahlfälschung sowie Morde und Entführungen Andersdenkender vor.

Zepkalo hatte bei der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl im vergangenen August selbst um das Amt des belarussischen Staatschefs kandidieren wollen, wurde aber nicht zugelassen. Aus Angst um seine Sicherheit floh er noch vor der Abstimmung mit seinen Kindern nach Russland. Seine Frau, Veronika Zepkalo, machte im Trio mit der mittlerweile inhaftierten Maria Kolesnikowa weiter Wahlkampf für Swetlana Tichanowskaja. Später verließ auch sie das Land.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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