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Zehn Krisen, über die jetzt keiner mehr spricht: "Suffering in Silence"


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Zehn Krisen, über die keiner mehr spricht


Aktualisiert am 13.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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Ein ausgebombtes Haus in Avdiivka, Ostukraine: Über diesen Konflikt wird kaum mehr berichtet.Vergrößern des Bildes
Ein ausgebombtes Haus in Avdiivka, Ostukraine: Über diesen Konflikt wird kaum mehr berichtet. (Quelle: Hennadii Minchenko/imago-images-bilder)

Das Leid bleibt, doch niemand schaut mehr hin: Die Hilfsorganisation Care hat ausgewertet, über welche zehn humanitären Krisen 2021 am wenigsten berichtet worden ist. Darunter ist auch ein europäisches Land.

Die Bilder des Flughafens in Kabul kommen vielen Menschen in den Kopf, wenn sie an die Krisen im Jahr 2021 denken: Tausende Menschen, die zu fliehen versuchten, während die Taliban die afghanische Hauptstadt eroberten. Doch kurz nach dem vollständigen Abzug der westlichen Soldaten verschwand das Land weitgehend aus den Weltnachrichten. Es war wie so oft: Gewöhnt man sich an eine Krise, schaut bald kaum noch jemand hin.

Das Leid aber bleibt, wie der neue Report "Suffering in Silence" ("Leiden im Stillen") zeigt. Wie in jedem Jahr wertet die Hilfsorganisation Care aus, welche zehn Krisen im vergangenen Jahr am stärksten in Vergessenheit geraten sind. Das Ergebnis finden Sie hier in der Fotoshow.

Nur 500 Texte zu Sambia

Die Voraussetzungen: In den betreffenden Ländern sind 2021 mindestens eine Million Menschen von Konflikten, Krisen oder Naturkatastrophen betroffen gewesen. Von diesen 41 Staaten hat Care dann jene zehn identifiziert, über die am wenigsten in den internationalen Medien berichtet wurde. Dafür wurden Online-Artikel auf Arabisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch im Zeitraum von Januar bis September ausgewertet.

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Zu Sambia etwa, in der Rangliste auf Platz eins, fanden die Autoren des Reports nur etwas mehr als 500 Artikel, zu dem zehntplatzierten Honduras knapp 4.000. "Natürlich kann der Report nur einen Trend in der Berichterstattung aufzeigen", heißt es dazu in dem Bericht. Er gebe aber Aufschluss über die globale Aufmerksamkeit, die humanitären Krisen in den weltweiten Online-Medien zukommt.

Die Hilfsorganisation wurde 1945 in den USA gegründet, um die europäische Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zu versorgen. Heute setzt sie sich für Menschen in mehr als einhundert Ländern weltweit ein.

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