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Treffen mit US-Sendern: Donald Trump ist mit Medien weiter auf Kriegsfuß

Treffen mit TV-Sendern "totales Desaster"  

Trump weiter auf Kriegsfuß mit US-Medien

27.11.2016, 12:34 Uhr | dpa, t-online.de

Treffen mit US-Sendern: Donald Trump ist mit Medien weiter auf Kriegsfuß. Ein Treffen von Donald Trump mit wichtigen US-Sendern soll teilnehmenden Journalisten zufolge alles anders als versöhnlich abgelaufen sein. (Quelle: AP/dpa)

Ein Treffen von Donald Trump mit wichtigen US-Sendern soll teilnehmenden Journalisten zufolge alles anders als versöhnlich abgelaufen sein. (Quelle: AP/dpa)

Donald Trumps Verhältnis zu den Medien in den USA war schon während des Wahlkampfs angespannt. Nach der Wahl des Milliardärs zum neuen US-Präsidenten hat sich daran nichts geändert - ganz im Gegenteil. Nach einem Treffen mit Vertretern der fünf größten US-Fernsehsender im Trump Tower in New York kamen irritierende Details an die Öffentlichkeit.

"Es war ein totales Desaster", zitierte die "New York Post" einen Teilnehmer. Ohne namentlich genannt zu werden äußerten sich auch andere bei dem Meeting am Montag anwesende Journalisten entgeistert. Man habe nach dem heftigen Wahlkampf mit einem versöhnlichen Treffen oder der Ankündigung einer baldigen Pressekonferenz gerechnet, doch das Gegenteil sei der Fall gewesen.

"Dem Amt unangemessen"

Trump sei sehr wütend gewesen, berichtete der "New Yorker". Nach Angaben eines Teilnehmers habe sich der designierte US-Präsident vor allem auf die Sender CNN und NBC eingeschossen. Sie seien Lügner, er hasse CNN, wetterte Trump demnach. Man sei in einem Raum voller Lügner, mit hinterlistigen, unaufrichtigen Medien. NBC habe er gefragt, warum sie von ihm immer ein so hässliches Foto mit einem Doppelkinn zeigten.

"Er poltert genau so herum wie während des Wahlkampfs und plustert sich total auf", wurde ein Teilnehmer zitiert. "Das ist dem Amt total unangemessen. Mich macht das krank. So etwas habe ich noch nie erlebt. Er versteht unsere Rolle nicht. Er denkt, wir wären dafür da, zu sagen, was er sagt, und fertig."

Trump-Beraterin zeichnet anderes Bild

Kellyanne Conway aus Trumps Team zeichnete ein anderes Bild des Gesprächs. Man habe sich in herzlicher Atmosphäre konstruktiv ausgetauscht. An dem Gespräch mit Trump nahmen führende Vertreter und Star-Moderatoren der Sender NBC, ABC, CBS, CNN und Fox teil.

Ein für Dienstag vereinbartes Gespräch mit der "New York Times" sagte Trump zunächst ab. Später gaben sein Team und die Zeitung dann aber doch bekannt, dass es zu dem Meeting wie geplant kommen werde. Trump hatte die Absage auf Twitter zunächst mit einer vermeintlichen Änderung der Bedingungen des Treffens begründet.

Trump würde Verhältnis gerne verbessern

Er würde das Verhältnis zur "New York Times" gerne verbessern, sagte Trump nach dem Gespräch, das würde seinen Job einfacher machen. "Ich lese sie. Leider. Täte ich es nicht, würde ich 20 Jahre länger leben." Die "New York Times" war im Wahlkampf und in den Tagen danach ein bevorzugtes Ziel der Kritik des designierten US-Präsidenten.

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