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Trump will Pornostar Stormy Daniels gerichtlich den Mund verbieten

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Angebliche Affäre  

Trump will Daniels gerichtlich den Mund verbieten

08.03.2018, 10:30 Uhr | dpa

Trump will Pornostar Stormy Daniels gerichtlich den Mund verbieten. Stephanie Clifford alias Stormy Daniels: Was lief zwischen dem Pornostar und Donald Trump? (Quelle: Reuters/Eduardo Munoz)

Stephanie Clifford alias Stormy Daniels: Was lief zwischen dem Pornostar und Donald Trump? (Quelle: Eduardo Munoz/Reuters)

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels will ihr Schweigen über eine angebliche Affäre mit Donald Trump brechen. Doch der wehrt sich mit juristischen Mitteln.

In den USA sorgt ein neuer Bericht über die angebliche Affäre der  Pornodarstellerin Stormy Daniels mit Donald Trump vor rund zwölf Jahren für Wirbel. Die "New York Times" schrieb am Mittwochabend (Ortszeit), ein Anwalt des US-Präsidenten habe in der Vorwoche eine einstweilige Verfügung gegen Daniels erwirkt, damit diese sich nicht äußere. Ein Schiedsgericht in Kalifornien habe die Verfügung erlassen.

Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, behauptet, sie habe im Jahr 2006 eine Affäre mit Trump gehabt. Der Präsident bestreitet das. In einer Schweigeverpflichtung hatte sich die 38-Jährige verpflichtet, nicht öffentlich über das Thema zu sprechen.

Schweigeverpflichtung "hinfällig und nichtig"

Clifford will nun aber erreichen, dass diese Erklärung für hinfällig erklärt wird. Sie reichte am Dienstag Klage ein. In der Klageschrift argumentiert sie, nicht Trump, sondern nur dessen Anwalt Michael Cohen habe 2016 die Vereinbarung zur Nichtveröffentlichung von Details einer Affäre Trumps mit der Schauspielerin unterschrieben. Damit ist aus ihrer Sicht die Abmachung "hinfällig und nichtig".

Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte am Mittwoch, in der Angelegenheit sei bereits ein Schiedsverfahren zu Trumps Gunsten gewonnen worden; damit sei das erledigt. Wann und in welcher Form, sagte Sanders nicht. Auf die Frage, ob Trump von der Zahlung eines Schweigegelds an Clifford gewusst habe, sagte sie ausweichend: "Nicht, dass ich wüsste." Sanders untermauerte nun auch öffentlich frühere Angaben, wonach Trump die von der Darstellerin behauptete Affäre rundweg abstreite.

130.000 Dollar Schweigegeld von Anwalt

Trumps Anwalt Michael Cohen hatte im Februar erklärt, er habe 130.000 US-Dollar an Clifford aus eigener Tasche gezahlt. Zum Zweck der Zahlung äußerte er sich nicht, betonte aber, weder Trumps Firma noch das Wahlkampfteam hätten von der Transaktion gewusst. Nach Medienberichten handelt es sich bei der Summe um Schweigegeld, damit Clifford nicht über die angebliche Sex-Affäre mit Trump spricht.

Das Promi-Magazin "Intouch" hatte im Februar ein Interview mit Clifford veröffentlicht, in dem sie von der vermeintlichen Begegnung mit Trump im Jahr 2006 berichtet. Das Interview wurde vor Abschluss der Vereinbarung geführt, aber damals nicht veröffentlicht.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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