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US-Vizejustizminister und Trump-Gegner Rod Rosenstein tritt offenbar zurück

Trump-Gegner in der Regierung  

US-Vizejustizminister Rosenstein tritt offenbar zurück

19.02.2019, 09:47 Uhr | AFP

 (Quelle: Imago/ Zuma Press)
Rod Rosenstein: US-Vize-Justizminister soll Trump-Absetzung geplant haben

Es soll keinen Zusammenhang geben. Es erhärtet sich jedoch der Verdacht, dass der Rücktritt des stellvertretenden US-Justizministers Rod Rosenstein, in Verbindung mit möglichen Gedanken Rosensteins steht, Donald Trump als US-Präsident absetzen zu wollen. (Quelle: t-online.de)

Rod Rosenstein: Der US-Vize-Justizminister soll die Absetzung Donald Trumps geplant haben. (Quelle: t-online.de)


Rod Rosenstein soll geplant haben, US-Präsident Trump für unfähig zu erklären und vom Kabinett absetzen zu lassen. Nun muss der stellvertretende Justizminister wohl seinen Posten räumen.

Der stellvertretende US-Justizminister Rod Rosenstein tritt Medienberichten zufolge Mitte März zurück. Der Schritt habe nichts mit den jüngsten Vorwürfen gegen Rosenstein zu tun, wonach dieser über eine Absetzung von Präsident Donald Trump durch dessen Kabinett nachgedacht haben soll, sagte ein Ministeriumsvertreter dem Sender CNN am späten Montagabend (Ortszeit). Mit einem Rücktritt Rosensteins wurde bereits seit einiger Zeit gerechnet.

In der vergangenen Woche war der 68-jährige Anwalt Bill Barr als neuer US-Justizminister vereidigt worden. Dieser kann sich dann einen neuen Stellvertreter aussuchen.

Der einstige FBI-Interimschef Andrew McCabe hatte am Sonntag in einem Interview gesagt, Rosenstein habe nach der Entlassung von FBI-Chef James Comey im Mai 2017 ihm gegenüber über die Möglichkeit einer Absetzung Trumps auf Grundlage des 25. Zusatzartikels der US-Verfassung nachgedacht. Dabei habe er auch vorgeschlagen, Besprechungen mit dem Präsidenten heimlich aufzuzeichnen.

Trump heimlich abhören?

Der Zusatzartikel regelt die Nachfolge eines US-Präsidenten im Falle seines Todes, seines Rücktritts, seiner Amtsenthebung oder wegen Unfähigkeit. Demnach kann das Staatsoberhaupt auf Betreiben seines Kabinetts abgesetzt werden, wenn er "unfähig" ist, "die Pflichten und Vollmachten seines Amtes auszuüben". Kriterien für diese "Unfähigkeit" sind nicht definiert, gemeint sind generell physische oder mentale Beeinträchtigungen.

Im September hatten die "New York Times" und die "Washington Post" berichtet, Rosenstein habe 2017 vorgeschlagen, Trump heimlich abzuhören sowie ihn gegebenenfalls für amtsunfähig erklären und aus dem Amt entfernen zu lassen. Rosenstein dementierte die Berichte damals umgehend.

Rosenstein hat Mueller eingesetzt

Rosenstein zieht bereits seit Langem den Unmut von Trump auf sich. Er hatte im Mai 2017 den früheren Direktor der Bundespolizei FBI, Robert Mueller, als Sonderermittler in der Russland-Affäre eingesetzt.
 

 
Mueller setzt seither dem Präsidenten mit seinen Untersuchungen zu den mutmaßlichen russischen Einmischungen in den Wahlkampf 2016 und möglichen illegalen Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau schwer zu. Trump prangert die Ermittlungen regelmäßig als "Hexenjagd" an.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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