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USA: Trump bekommt vom Pentagon Milliarden für Mexiko-Grenzmauer

Demokraten erbost  

Trump bekommt Milliarden für seine Grenzmauer

04.09.2019, 09:00 Uhr | dpa

 (Quelle: Reuters)
Trumps Erfolge: Geld für Mauer und Abkommen mit Guatemala

Das Oberste Gericht der USA hat den Weg frei gemacht für die Verwendung von Geldern aus dem Verteidigungshaushalt. Der Supreme Court entschied mit fünf zu vier Stimmen, dass eine einstweilige Verfügung eines Bundesbezirksrichters unzulässig sei. (Quelle: Reuters)

Trumps Erfolge: Der US-Präsident erhält Geld für die Grenz-Mauer und nähert sich an Guatemala an. (Quelle: Reuters)


Mit dem Geld soll ein Mauerabschnitt von 280 Kilometern Länge finanziert werden. Die Gelder werden aus Infrastrukturprojekten abgezogen. Die Opposition sprach von einem "Missbrauch" des Verteidigungsbudgets.

Das US-Verteidigungsministerium hat Berichten zufolge 3,6 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet etwa 3,3 Milliarden Euro, von bestehenden Projekten abgeschöpft, um die von Präsident Donald Trump gewünschte Grenzmauer zu Mexiko zu bauen.

Führende Demokraten verurteilten das Vorhaben umgehend. Das Abzweigen der Mittel von bereits genehmigten Projekten sei eine "unverantwortlich Entscheidung", die das Budgetrecht des Parlaments verletze und der nationalen Sicherheit schade, erklärte die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, am Dienstagabend (Ortszeit).

Der demokratische Senator Chuck Schumer, erklärte, die Kannibalisierung bereits geplanter Militärausgaben für den Mauerbau sei ein Egotrip Trumps und ein "Schlag ins Gesicht" aller Soldaten. Das Pentagon will die Mittel einem Bericht der "Washington Post" zufolge bei 127 bereits beschlossenen Projekten abschöpfen, um rund 280 Kilometer der Grenzmauer errichten zu können.


Der Bau einer Mauer an der rund 3.200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko war eines der zentralen Versprechen Trumps vor seiner Wahl zum Präsidenten. Der Kongress gab jedoch dafür nicht ausreichend Mittel frei. Trump zufolge soll die Mauer die illegale Einwanderung aus Mexiko und anderen Ländern Mittelamerikas begrenzen. Trump rief daraufhin im Februar einen Nationalen Notstand an der Grenze aus, um bestehende Mittel umwidmen zu können. Zunächst untersagte ihm das ein Gericht, Ende Juli gab jedoch der Oberste US-Gerichtshof grünes Licht dafür, auf Mittel des Verteidigungsministeriums zurückzugreifen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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