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Peinlicher Vorfall: US-Behörde meldet vorzeitiges Ende von Trumps Amtszeit

War es ein verärgerter Mitarbeiter?  

US-Behörde meldet vorzeitiges Ende von Trumps Amtszeit

12.01.2021, 08:17 Uhr
Peinlicher Vorfall: US-Behörde meldet vorzeitiges Ende von Trumps Amtszeit. Die Webpräsenz des US-Präsidenten auf der Seite des Außenministeriums: Wer hat wohl die Daten verändert? (Quelle: Reuters/ Screenshot/U.S. State Department)

Die Webpräsenz des US-Präsidenten auf der Seite des Außenministeriums: Wer hat wohl die Daten verändert? (Quelle: Reuters/ Screenshot/U.S. State Department)

Peinlicher Vorfall im US-Außenministerium: Vermutlich hat ein Mitarbeiter die Internetseiten der Behörde aus Ärger geändert. Dabei hat die Person sich an die Biografien von Präsident Trump und seinem Vize Pence gemacht.

Ein verärgerter Angestellter des US-Außenministeriums soll die biografischen Daten von Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence auf der Internetseite der Behörde geändert haben. Davon berichtete das US-Nachrichtenmagazin "Buzzfeed".

Plötzlich war auf der Seite des Ministeriums zu lesen, dass die Amtszeit des Präsidenten am Montag – neun Tage vor der Vereidigung des designierten Präsidenten Joe Biden – enden würde. "Donald J. Trumps Amtszeit endete am 2021-01-11 19:49:00", lautete es auf der Seite. Auch die Seite des Vizepräsidenten wurde dementsprechend geändert. Die Falschangabe stand dort aber nur kurze Zeit. Die Seite mit den Biografien wurde dann heruntergenommen. Nutzer bekamen eine Fehlermeldung: "Es tut uns leid, diese Website hat derzeit technische Probleme. Bitte versuchen Sie es in wenigen Augenblicken erneut."


 Die Website von Vizepräsident Pence des US-Außenministeriums: Die Daten zu seiner Amtszeit wurden geändert. (Quelle: Screenshot/ U.S. State Department/ Reuters)Die Website von Vizepräsident Pence des US-Außenministeriums: Die Daten zu seiner Amtszeit wurden geändert. (Quelle: Screenshot/ U.S. State Department/ Reuters)


"Buzzfeed" berichtete unter Berufung auf zwei US-Diplomaten, dass Außenminister Mike Pompeo eine interne Untersuchung des Vorfalls angeordnet habe. "Es ist zu 100 Prozent keine Hackerattacke gewesen", wird einer der Diplomaten zitiert. Das System sei dementsprechend gesichert. 

Militante Anhänger Trumps hatten am vergangenen Mittwoch den US-Kongress gestürmt, dabei wurde unter anderem ein Polizist getötet. Dem Präsidenten wird seitdem vorgeworfen, die Menge zuvor mit einer Rede zu der Gewalt angestachelt zu haben. Auch Dutzende US-Diplomaten haben in den letzten Tagen ein offizielles Schreiben unterzeichnet, in dem sie Trump für die Anstachelung seiner Anhänger verurteilten.

Unter den Unterzeichnern sollen auch mehr als 100 Mitarbeiter des Außenministeriums gewesen sein, wie US-Medien berichten. Auch über den Außenminister seien sie verärgert gewesen: Pompeo habe versäumt, "eine Erklärung abzugeben, in der eindeutig anerkannt wird, dass der gewählte Präsident Biden die Wahl 2020 gewonnen hat", wird aus dem Schreiben zitiert. Die Frustration der Mitarbeiter stamme zudem daher, dass Pompeo sich nicht deutlich gegen die "Anstiftung des Präsidenten zu aufständischer Gewalt gegen die Vereinigten Staaten" gestellt habe.

Weder das Weiße Haus noch das US-Außenministerium haben laut "Buzzfeed" zu dem Bericht bisher eine Stellungnahme abgegeben. Trumps Amtszeit endet offiziell am 20. Januar. An diesem Tag wird sein gewählter Nachfolger Joe Biden vereidigt.

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