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Das zarte PflÀnzchen Hoffnung

Eine Kolumne von Gerhard Spörl

Aktualisiert am 06.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Freiheiten fĂŒr Geimpfte: Kolumnist Gerhard Spörl ist sicher, dass die Zeit fĂŒr Hoffnung auf einen guten Sommer gekommen ist.
Freiheiten fĂŒr Geimpfte: Kolumnist Gerhard Spörl ist sicher, dass die Zeit fĂŒr Hoffnung auf einen guten Sommer gekommen ist. (Quelle: Montage t-online/imago-images-bilder)
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Die Inzidenzen fallen, die Neuinfektionen sinken langsam, immer mehr Menschen sind geimpft. Anlass fĂŒr Hoffnung auf ein Ende der Pandemie? VorlĂ€ufig schon, findet t-online-Kolumnist Gerhard Spörl.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat gesagt, er gehe davon aus, dass Mitte Juni die Inzidenz unter 50 fallen dĂŒrfte. Unser aller Karl ist ja eigentlich fĂŒr dĂŒstere EinschĂ€tzungen der Pandemie zustĂ€ndig. Damit hat er uns genervt, geĂ€rgert, vor allem dann, wenn er auch noch recht behielt. Da er nun zur Zuversicht ĂŒbergeht, wollen wir ihm folgen und instĂ€ndig darauf hoffen, dass es so schnell so erfreulich kommt, wie der schlaue Professor meint.


Diese Politiker sind gegen Corona geimpft

Die Impfungen in Deutschland gehen voran: Nun können sich ĂŒber 60-JĂ€hrige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen gegen das Coronavirus impfen lassen. Einige Politiker haben den Anfang gemacht.
Angela Merkel: Die 66-jÀhrige Bundeskanzlerin wurde am 16. April 2021 mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft.
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Plötzlich brechen gute Nachrichten ĂŒber uns herein, man glaubt es kaum, entwöhnt, wie wir sind. Bald ist Pfingsten. Wir dĂŒrfen reisen. Wer Berge und Seen liebt: auf nach Bayern. Wer Meer will: Nord- und Ostsee lassen sich anfahren. Griechenland macht auf. Portugal macht auf. Die Balearen haben schon aufgemacht. Man glaubt es kaum, aber wir können uns aussuchen, wohin wir fahren oder fliegen wollen. Fast wie frĂŒher. Fast wie vor Corona.

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Lockerungen nur vorlÀufig?

In Deutschland heißt Lockerung jetzt Experiment. So richtig trauen BĂŒrgermeister, LandrĂ€te und MinisterprĂ€sidenten dem Frieden wohl noch nicht. Deshalb geben sie der zarten BlĂŒte Freiheit eine vorlĂ€ufige Note. Ohne Auflagen geht es ohnehin nicht. Masken und Testen begleiten uns weiterhin. Papierkram muss ausgefĂŒllt werden, was immer man unternehmen will. Wer sich genau erkundigt, welche Bedingungen in welchem Bundesland oder in welchem Ausland herrschen und worauf geachtet werden soll, ist gut beraten. Denn die Hauptsache ist doch die RĂŒckgewinnung von ein bisschen Freiheit, oder?

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Die Stimmung Ă€ndert sich, das merkt jeder, der kein Miesepeter ist. NatĂŒrlich hĂ€ngt der Wandel mit dem Impfen zusammen. Die Zahl der Erstgeimpften steigt rasant, genauso wie die Zahl der zweimal Geimpften. Das war vorherzusehen, das konnte man wissen und trifft jetzt eben ein. Die nĂ€chtliche Ausgangssperre lĂ€sst sich kaum noch lange halten. Und wenn es gut geht, geht es von nun an bergauf.

Es hat ja Folgen, wenn Restaurants wenigstens draußen öffnen, wenn Menschen Geld fĂŒr ihren Konsum ausgeben, wenn sie wegfahren oder wegfliegen – wenn der kapitalistische Kreislauf, der so lange leerlief, wieder leicht rotiert. In Amerika betrug das Wachstum im letzten Quartal 13 Prozent. 13 Prozent! Wirklich eine Menge. Amerika ist weiter mit dem Impfen, schon wahr, aber offensichtlich holen wir auf. Auch bei uns reden die ĂŒberschwĂ€nglichen Optimisten schon wieder davon, dass Deutschland bald wieder zum Impfweltmeister aufsteigt.

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Interessant sind die Fragen, die nach dem Brechen der dritten Welle aufkommen werden. Wie sieht die NormalitĂ€t aus, zu der wir im SpĂ€tsommer zurĂŒckkehren könnten – wie die NormalitĂ€t vor Corona? Wie hat uns wohl die Pandemie verĂ€ndert – individuell und national? Wie sieht die Welt danach aus?

Antworten können nur vorlĂ€ufig sein, was denn sonst. Jedenfalls ist die Pandemie nicht vorbei, solange sie zum Beispiel in Indien wĂŒtet, weil es dort einen völlig verantwortungslosen Premierminister gibt. Haben wir Pech, entstehen dort neue Mutanten, die uns nicht erspart bleiben. Überhaupt könnten wir uns schon mal darauf einrichten, dass es bei zweimal Impfen nicht bleibt, sondern im Herbst Impfung Nummer 3 ansteht. Aber was soll's, Vorsorge darf schon sein.

Besonders spannend ist fĂŒr mich, ob die Pandemie uns kulturell verĂ€ndert. Wir wissen jetzt aus Erfahrung, dass sich der Schalter umlegen lĂ€sst. Sind wir dazu bereit, das Gelernte zum Beispiel auf die Klimapolitik anzuwenden? Gibt es in Deutschland eine Mehrheit fĂŒr die Fridays-for-Future-Haltung, die alles dem Ziel unterwirft, die ErderwĂ€rmung zu minimieren? Glaube ich nicht, aber zur neuen NormalitĂ€t wird schon ein Vetorecht gegenĂŒber kapitalistischen AuswĂŒchsen in Stadt und Land gehören. Vielleicht setzt sich auch die Neigung zum Weniger durch: weniger fliegen, weniger arbeiten, weniger konsumieren.

Hier finden Sie alle Kolumnen von Gerhard Spörl.

Auf jeden Fall könnten wir uns ein Beispiel an dem Amerika Joe Bidens nehmen. Dort widmet sich der Staat dem Ausbau der Infrastruktur, der Stabilisierung der Mittelklasse und dem Kampf gegen Armut. Ist doch eine wirklich lohnenswerte Aufgabe, dafĂŒr zu sorgen, dass Gesellschaften nicht auseinanderfliegen. Wer fĂŒr inneren Frieden sorgt, kann seinem Land auch weitgehende Reformen abverlangen.

Ich finde es erfreulich, dass sich in absehbarer Zeit die Blicke auf die NormalitĂ€t nach der Pandemie richten werden. Das Positive macht doch erheblich mehr Spaß als das Negative. Und irgendwann werden wir hoffentlich mal sagen: Die Stimmung in der Pandemie Ă€nderte sich damals im Mai 2021, als die LĂ€nder sich wieder nach innen und außen öffneten und aus diesem zermĂŒrbenden Stillstand neue Lebenslust entsprang.

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