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Zahlungsausfall der US-Regierung droht Mitte Dezember

Neuer Stichtag  

Zahlungsausfall der US-Regierung droht Mitte Dezember

17.11.2021, 00:45 Uhr | dpa

Zahlungsausfall der US-Regierung droht Mitte Dezember. US-Finanzministerin Janet Yellen bei einer Anhörung (Archivbild): Sie hat den Stichtag verschoben, bis zu dem die Schuldenobergrenze angehoben werden muss. (Quelle: Reuters/Al Drago)

US-Finanzministerin Janet Yellen bei einer Anhörung (Archivbild): Sie hat den Stichtag verschoben, bis zu dem die Schuldenobergrenze angehoben werden muss. (Quelle: Al Drago/Reuters)

Kaum hat US-Präsident Joe Biden sein Investitionspaket unterzeichnet, kommen neue Probleme auf ihn zu. Seine Finanzministerin Janet Yellen warnt vor einem Zahlungsausfall – und zwar schon bald.

US-Finanzministerin Janet Yellen hat vor einem möglichen Zahlungsausfall der US-Regierung ab dem 15. Dezember gewarnt - knapp zwei Wochen später als bislang von ihr befürchtet. "Es gibt Szenarien, in denen dem Finanzministerium nicht genügend Mittel verbleiben, um den Betrieb der US-Regierung über diesen Zeitpunkt hinaus zu finanzieren", hieß es in einem am Dienstag (Ortszeit) vom Ministerium veröffentlichten Schreiben Yellens an die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Um das Vertrauen in die USA und die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft zu gewährleisten, müsse der US-Kongress die Schuldenobergrenze so bald wie möglich anheben oder aussetzen.

Der US-Kongress hatte im Oktober einer Erhöhung der Schuldengrenze um 480 Milliarden US-Dollar (knapp 424 Milliarden Euro) zugestimmt, um der Regierung von Präsident Joe Biden zumindest bis Anfang Dezember finanziellen Spielraum zu geben. Ein drohender Zahlungsausfall wurde damit aber nur aufgeschoben. Yellen hatte zuvor eindringlich vor einer möglichen Finanzkrise und einer Rezession gewarnt, sollte die US-Regierung erstmals ihre Schulden nicht bedienen können. Bislang hatte Yellen prognostiziert, dass den USA ab dem 3. Dezember der Zahlungsausfall drohe. Vor der Erhöhung der Schuldenobergrenze hatte die Ministerin den 18. Oktober als kritisches Datum genannt.

Der im Oktober beschlossenen Übergangslösung war heftiger Streit zwischen Bidens Demokraten und den Republikanern vorausgegangen. Die Demokraten wollten die Schuldenobergrenze vorübergehend aussetzen oder deutlich anheben. Dagegen sperrten sich aber die Republikaner.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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