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Der typische Pegida-Demonstrant kommt aus der Mittelschicht


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Mehrheit geht nicht wegen Islam auf die Straße

Von afp
14.01.2015Lesedauer: 2 Min.
Tausende Menschen nehmen wöchentlich an den Pegida-Demos in Dresden teil.
Tausende Menschen nehmen wöchentlich an den Pegida-Demos in Dresden teil. (Quelle: Reuters-bilder)
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Der "typische" Demonstrant bei den Protesten der Anti-Islam-Bewegung Pegida in Dresden kommt einer Studie zufolge aus der Mittelschicht und ist gut ausgebildet. Die meisten Teilnehmer an den Protesten sind zudem berufstätig, wie eine von der TU Dresden veröffentlichte Untersuchung ergab. Das wesentliche Motiv der Demonstranten ist demnach eine generelle "Unzufriedenheit mit der Politik".

Das Team um den Politikwissenschaftler Hans Vorländer hatte für die Studie den Angaben zufolge bei drei Demonstrationen im Dezember und Januar rund 400 Teilnehmer befragt. Dabei lehnten rund zwei Drittel (65 Prozent) der ursprünglich angesprochenen Menschen eine Befragung ab. Die Ergebnisse sind laut den Forschern dennoch aussagekräftig: Ablehnung in den Antworten sei in der empirischen Sozialforschung normal, betonten sie.


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Konfessionslos, männlich, berufstätig

Auf der Grundlage der Angaben entwarfen die Wissenschaftler das Bild des typischen Demonstranten: Dieser verfügt demnach über ein für sächsische Verhältnisse leicht überdurchschnittliches Nettoeinkommen, ist 48 Jahre alt und männlich. Er gehört keiner Konfession an, ist keiner Partei verbunden und stammt aus Dresden oder Sachsen. Es gehen laut der Untersuchung auch keineswegs vor allem Rentner und Arbeitslose auf die Straße: 70 Prozent der befragten Teilnehmer sind demnach berufstätig.

Die Demonstranten gehen zwar unter dem Namen "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) auf die Straße - doch nur ein knappes Viertel (23 Prozent) der Befragten nannte bei den Gründen für die Teilnahme "Islam, Islamismus oder Islamisierung". Das Hauptmotiv für die Teilnahme an Pegida-Demonstrationen ist laut der Studie eine generelle "Unzufriedenheit mit der Politik". An zweiter Stelle liegt die Kritik an Medien und Öffentlichkeit. Danach folgen grundlegende Ressentiments gegenüber Zuwanderern und Asylbewerbern. Dabei seien Vorbehalte gegen Muslime beziehungsweise den Islam besonders ausgeprägt, hieß es in der Untersuchung.

"Tief empfundene Ressentiments"

"Auch wenn sich Pegida dem Namen nach gegen die Islamisierung des Abendlandes wendet, sind die Kundgebungen für die Mehrheit der Teilnehmer in erster Linie eine Möglichkeit, tief empfundene, bisher nicht öffentlich artikulierte Ressentiments gegenüber politischer und meinungsbildender Elite zum Ausdruck zu bringen", erklärten die Wissenschaftler.

An den Protesten der Anti-Islam-Bewegung nehmen in Dresden seit Wochen jeweils mehrere tausend Menschen teil. Am Montagabend waren in der sächsischen Landeshauptstadt 25.000 Menschen dem Aufruf der Gruppierung gefolgt - so viele wie noch nie zuvor. Zugleich gingen in vielen deutschen Städten zehntausende Pegida-Gegner auf die Straße.

Hotelier wird bedroht

Unterdessen scheiterte vorerst der Plan, ein Hotel als Übergangswohnheim für Flüchtlinge zu nutzen am Widerstand der Bevölkerung in Dresden. Der Eigentümer habe von seinem Angebot zur Anmietung des Hauses Abstand genommen, teilte die Stadt mit. Zur Begründung habe er auf den "massiven Widerstand" der Bevölkerung verwiesen. Neben asylkritischen Schmierereien am Hotel kam es demnach auch zu Gewaltdrohungen in sozialen Netzwerken. In dem Hotel waren 94 Unterbringungsplätze vorgesehen.

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