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AfD hatte Eklat beim Treffen mit Muslimen vorher geplant

Treffen mit Zentralrat der Muslime  

AfD hatte den Eklat von Anfang an geplant

24.05.2016, 18:18 Uhr | dpa, t-online.de

AfD hatte Eklat beim Treffen mit Muslimen vorher geplant. Frauke Petry im Gespräch mit anderen AfD-Mitgliedern nach dem Treffen mit dem Zentralrat der Muslime. (Quelle: Reuters)

Frauke Petry im Gespräch mit anderen AfD-Mitgliedern nach dem Treffen mit dem Zentralrat der Muslime. (Quelle: Reuters)

Das gescheiterte Treffen der AfD mit dem Zentralrat der Muslime schlägt weiter Wellen. Dabei habe die Partei den Abbruch des Gesprächs von vornherein geplant, verriet Vorstandsmitglied Albrecht Glaser der "Bild"-Zeitung.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry und zwei Parteifreunde hatten am Vortag das Treffen nach knapp einer Stunde abgebrochen. Petry sagte, die Vertreter des Zentralrats hätten die Alternative für Deutschland in die Nähe des Dritten Reichs gerückt und verlangte Abschnitte des Parteiprogramms zu ändern. Das sei inakzeptabel. Deshalb habe man das Gespräch beendet.

Gesprächsabbruch am Wochenende abgestimmt

AfD-Vorstandsmitglied Albrecht Glaser berichtete nun in der "Bild", dass zwischen ihm, dem niedersächsischen Landesvorsitzenden Armin-Paul Hampel und Petry im Vorfeld verabredet war, das Gespräch abzubrechen, wenn Zentralratspräsident Aiman Mazyek sich weigert, seinen im April geäußerten Vergleich der AfD mit Adolf Hitlers NSDAP zurücknehmen.

Die "rote Linie" sei am Wochenende per E-Mail abgestimmt worden, heißt es in der "Bild". Glaser bestätigte: "Das war die Eingangshalle, durch die Aiman Mazyek gehen sollte, bevor wir mit ihm über Inhalte sprechen."

AfD-Vize Meuthen: Gespräch war schlecht vorbereitet

Zugleich sorgt das Treffen auch innerhalb der AfD für Streit. Der Vize-Parteivorsitzende Jörg Meuthen kritisierte die schlechte Vorbereitung des Treffens. "Bei einem solchen Treffen sollten die Gesprächsthemen vorher sauber abgestimmt sein. Das war offenbar nicht der Fall", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Zentralratspräsident Mazyek will trotz der gescheiterten Gespräche weiter mit Teilen der islamkritischen Partei in Kontakt kommen. "Wir werden mit den Gemäßigten in der AfD weiter reden", sagte Mazyek der "Rheinischen Post" und ähnlich auch im MDR.

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