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Antisemitismus in Berlin: Männer beleidigen und bespucken Rabbiner

Antisemitische Attacke  

Berlin: Männer beleidigen und bespucken Rabbiner

31.07.2019, 18:17 Uhr | AFP, dpa

Antisemitismus in Berlin: Männer beleidigen und bespucken Rabbiner . Yehuda Teichtal: Der Rabbiner wurde in der Bundeshauptstadt Opfer eines antisemitischen Angriffs. (Archivbild) (Quelle: imago images/Christian Ditsch)

Yehuda Teichtal: Der Rabbiner wurde in der Bundeshauptstadt Opfer eines antisemitischen Angriffs. (Archivbild) (Quelle: Christian Ditsch/imago images)

In Berlin ist Rabbiner Yehuda Teichtal auf offener Straße attackiert worden. Zwei Männer beleidigten und bespuckten den Gelehrten nach einem Gottesdienst. Die Jüdische Gemeinde fordert mehr Polizeischutz. 

In Berlin hat es erneut einen antisemitischen Übergriff gegeben. Dabei wurde der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Yehuda Teichtal, von zwei Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt, wie die Jüdische Gemeinde mitteilte. Teichtal sei bei dem Vorfall am vergangenen Wochenende in Begleitung eines seiner Kinder gewesen. Zuvor hatte der Rabbiner in einer nahen Synagoge im Bezirk Wilmersdorf den Gottesdienst geleitet. Nach einer Anzeige ermittle nun die Polizei.

Der Polizei wurde der Vorfall demnach am Montag bekannt, als eine Informationsstelle für Antisemitismus Anzeige erstattete. Die Polizei versicherte, der Staatsschutz gehe "mit aller Konsequenz" gegen religiös motivierte Straftaten vor.

"Aggressionen gegen Juden haben Eigenleben entwickelt"

"Wir müssen leider feststellen, dass die Aggressionen gegen Juden sowohl auf den Schulhöfen als auch auf den Straßen Berlins ein Eigenleben entwickelt haben", sagte Teichtal den Angaben zufolge zu dem Vorfall. "Ich bleibe aber weiterhin überzeugt: Die meisten Menschen in Berlin wollen diese Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen." 
 

 
Für den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, beweist der Vorfall, "wie wichtig es ist, den Kampf gegen Antisemitismus durch weitere praktische Maßnahmen zu verstärken". So müssten Polizeibeamte in Zivil sicherstellen, dass der Weg zur Synagoge und zurück ungestört angetreten werden könne.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa

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