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Zum Nachlesen: Die "Kopf ab"-Rede von Alice Weidel

Bei Auftritt in Weingarten  

Zum Nachlesen: Die "Kopf ab"-Rede von Alice Weidel

29.10.2019, 18:15 Uhr | (law)

Alice Weidel sorgt mit Reaktion auf Geste im Publikum für Aufsehen

Bei einer Rede von Alice Weidel ist es zu einer kuriosen Szene gekommen. Während die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag sprach, soll ein Anwesender eine obszöne Geste gemacht haben. (Quelle: t-online.de)

Vermeintliche "Kopf-ab-Geste" bei AfD: Die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel ist bei einer Veranstaltung ausgerastet. (Quelle: t-online.de)


Alice Weidel empört sich minutenlang, weil sie im Publikum eine "Kopf ab"-Geste gesehen haben will. t-online.de dokumentiert den Ausschnitt aus der Rede. 

Weidel hatte bei einer Veranstaltung in Weingarten in Baden-Württemberg über das Demokratieverständnis der anderen Parteien gesprochen, als sie ihre Rede unterbrach. (Wie es dazu kam, sie Anzeige erstattete und später ihre Posts dazu löschte, lesen Sie in diesem Text.)

"Und Sie da vorne mit dem Pferdeschwanz, Sie da mit dem Vollbärtchen, Sie haben mir eben 'Kopf ab' gezeigt, und ich, ich möchte, dass Sie aus dem Raum verschwinden. Hauen Sie ab! Sie da!

[Applaus, Gejohle. Weidel geht von der Bühne, begleitet von Security, um den Mann noch genauer zu zeigen, macht auf dem Weg zurück zum Podium noch einmal die 'Kopf ab'-Geste.]

Ich schmeiß’ Sie raus! Sie verlassen sofort mit Ihrer Entourage diesen Saal!
Wir sind die Demokraten. Ich lasse mir so was von Ihnen nicht gefallen. Hauen Sie ab. So, ich stelle die Frage, wer will noch gehen? Wer zeigt mir diese Geste? Wer? Ich möchte das gerne sehen. Unfassbar.

[Zwischenfrage aus dem Publikum, unverständlich.]

Weil Sie tiefer stehen. Das kann man nicht sehen. Alles kein Problem, machen wir doch weiter. So ist das nämlich mit dem Demokratieverständnis unserer politischen Gegner. Wir rennen nicht in andere Veranstaltungen, machen hier 'Kopf ab', wir machen das nicht, wir sind anständig. Wir sind ordentliche Demokraten. Hauen Sie einfach ab, mich kotzt das an. 

[Applaus, Weidel trinkt Wasser.]

Ah, da kommt ja richtig Stimmung auf. Ja, raus. Jaaa. Reg dich nicht auf. Geh nach Hause zu Mama. Geh nach Hause zu Mama und Papa, die bezahlen dir alles, auch dein 'Fuck AfD'-T-Shirt.

[Die herausgeworfene Person trug ein solches T-Shirt nicht. Die Polizei bestätigt aber, dass Personalien von einer Person aufgenommen wurden, die ein 'FCK AfD'-T-Shirt getragen habe. Das werde 'geprüft'.]

Geh mal Geld verdienen. Ja, geh mal Geld verdienen. Eure Eltern werden irgendwann auf der Straße sitzen, weil ihr nämlich für die Politik einsteht, die die Arbeitsplätze abbauen, aber super! Geht mal weiter demonstrieren, lernt nichts in der Schule, der Markt wird später entscheiden, ihr seid alle arbeitslos. So wird’s nämlich sein! Machen wir einfach weiter im Text. 

[Der von Weidel in Postings in sozialen Netzwerken verbreitete Videoausschnitt endet hier. Die Tirade ging aber weiter.]

Also, so was habe ich ehrlich gesagt noch nie erlebt, dass man mir in einer Veranstaltung eine 'Kopf ab'-Geste zeigt. Also das ist etwas, was mich wirklich auf die Palme bringt. Und ich möchte rauskriegen, ich möchte, dass die Personalien festgestellt werden, ich zeige den Mann jetzt an. Ich stelle hiermit Strafanzeige, ich will das wissen.

[Beifall.]

Ich möchte wissen, ob der Mann Parteibuch hat. Ich gehe auf die Palme. Vielleicht aus den örtlichen Grünen. Genau. So ist es nämlich, ja. Ich möchte wissen, ob der Mann jetzt ein Parteibuch hat, ich zeige den jetzt an. Ich habe schon alles erlebt, aber so etwas, ich möchte über den Bundestag berichten, und so etwas muss man sich gefallen lassen. Von sogenannten Demokraten. Also das ist wirklich unfassbar. Man muss sich mal den umgekehrten Fall vorstellen, wenn das umgekehrt die AfD bringen würde. Was dann für ein Aufruhr wäre. Wenn wir das veranstalten würden, dieses infantile Affentheater. Das muss man sich mal vorstellen. Nur denn. 

[Zuruf aus dem Publikum.]

Nö. Sie dürfen ... Nö. Das war der Mann. Nein. Das war der Mann. Das war der Mann. 


[Zuruf aus dem Publikum.]

Nö. Nein. Soll ich Ihnen mal was sagen? Sie können gleich auch gehen, ich will jetzt hier einfach weitermachen. Gehen Sie raus. Komm. Ich habe nämlich keine Lust mehr. Ich muss mir alles gefallen lassen, und irgendwo sind auch Grenzen. Irgendwo sind auch Grenzen, sehr geehrte Damen und Herren."


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