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30 Jahre Revolution: Genug DDR in der Schule? So denken die Deutschen

30 Jahre Revolution  

Genug DDR in der Schule? So denken die Deutschen

Von Jonas Schaible

08.11.2019, 16:29 Uhr
30 Jahre Revolution: Genug DDR in der Schule? So denken die Deutschen . Produkte in einem Ostalgie-Supermarkt in München: Vom Leben in der DDR erfahren Schüler zu wenig, findet eine Mehrheit der Deutschen. (Quelle: imago images / HRSchulz)

Produkte in einem Ostalgie-Supermarkt in München: Vom Leben in der DDR erfahren Schüler zu wenig, findet eine Mehrheit der Deutschen. (Quelle: imago images / HRSchulz)

Vor 30 Jahren stürzte eine Revolution das SED-Regime. Die DDR ging zu Ende. Wird in der Schule heute genügend über das Leben im zweiten deutschen Staat geredet? Die Deutschen haben eine eindeutige Meinung.

Auf dem Gebiet dieses Deutschlands gab es vierzig Jahre lang zwei Staaten, zwei Systeme, zwei Gesellschaften. Dann stürzten die Massen in der DDR in einer friedlichen Revolution das Einparteienregime der SED, aus zwei Ländern wurde eines. Wie sehr werden die Geschichten beider Länder im Schulunterricht behandelt?

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen sagt: Die DDR findet im Unterricht nicht genügend statt. Rund 56 Prozent der Erwachsenen sagen in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online.de, die Geschichte der DDR werde nicht ausreichend in der Schule behandelt. Nur rund 17 Prozent finden, die Geschichte der DDR komme ausreichend vor. Rund ein Viertel der Deutschen ist unentschieden.

Dabei zeigen sich auch Unterschiede zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen: Die Menschen im Osten Deutschlands finden tendenziell häufiger, die DDR bekomme zu wenig Raum.
 

 
Der Anteil derjenigen, der findet, dass die DDR ausreichend behandelt wird, ist unter Jüngeren am höchsten und nimmt dann kontinuierlich ab. In der jüngsten Gruppe der 18- bis 29-Jährigen sagen das gut 31 Prozent, unter den über 65-Jährigen nur rund 11 Prozent. Der Anteil derjenigen, die das anders sehen, ist aber über alle Altersgruppen hinweg fast gleich, nur der Anteil der Unentschiedenen ist verschieden.

Civey stellte zwischen dem 1. und dem 8. November 5.050 Menschen online die Frage: "Wird die Geschichte der DDR Ihrer Meinung nach im Schulunterricht an deutschen Schulen ausreichend behandelt?" Der statistische Fehler für alle Befragten liegt bei 2,5 Prozentpunkten, für die Teilmenge der Ostdeutschen bei 5 Prozentpunkten.

Verwendete Quellen:
  • Civey-Umfrage für t-online.de

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