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Österreich: Hitlers Geburtshaus soll künftig von der Polizei genutzt werden

"Unmissverständliches Zeichen"  

Polizei zieht in Hitlers Geburtshaus ein

20.11.2019, 09:05 Uhr | dpa

 (Quelle: Kyodo News)
Zeichen gegen Rechtsradikale: Hitlers Geburtshaus soll Polizeistation werden

Das Geburtshaus von Adolf Hitler soll zu einer Polizeistation umgestaltet werden. Damit solle verhindert werden, dass das Haus eine Pilgerstätte für Rechtsradikale werde. (Quelle: Reuters)

In Braunau am Inn: Das Geburtshaus von Adolf Hitler soll zu einer Polizeistation umgebaut werden, um Rechtsextremen eine Pilgerstätte zu nehmen. (Quelle: Reuters)


In Braunau am Inn steht das Geburtshaus Adolf Hitlers. Behörden wollen verhindern, dass der Ort zur Pilgerstätte für Nazis avanciert. Die Lösung: Das Haus soll zu einer neuen Polizeistation umgestaltet werden.  

Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn soll künftig von der Polizei genutzt werden. Wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte, sollen das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau nach einer Umgestaltung des Gebäudes dort einziehen. Für die Umgestaltung werde noch im laufenden Monat ein EU-weiter Architektenwettbewerb gestartet. Mit einem Ergebnis des Wettbewerbs sei im ersten Halbjahr 2020 zu rechnen.

"Durch die zukünftige Nutzung des Hauses durch die Polizei soll ein unmissverständliches Zeichen dafür gesetzt werden, dass dieses Gebäude für immer einer Erinnerung an den Nationalsozialismus entzogen ist", erklärte Innenminister Wolfgang Peschorn.
 

 
Der spätere Diktator Adolf Hitler (1889-1945) hatte seine ersten Lebensmonate in dem Gebäude verbracht. Das Hitlerhaus ist nach einer Enteignung seit Anfang 2017 im Besitz der Republik Österreich. Die Enteignung und Umgestaltung sollen verhindern, dass das Areal zu einer Pilgerstätte für Neonazis wird. Die Enteignung hatte zu einem längeren Rechtsstreit zwischen der früheren Besitzerin und dem Staat um die Höhe der Entschädigung geführt. Bisher flossen 812.000 Euro an die frühere Besitzerin.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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