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SPD-Chefin zu Gauland-Äußerung: "Das spricht Bände"

  • Johannes Bebermeier
Von Johannes Bebermeier

Aktualisiert am 07.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Saskia Esken: Die SPD-Chefin kritisiert Alexander Gaulands Aussagen zum 8. Mai scharf.
Saskia Esken: Die SPD-Chefin kritisiert Alexander Gaulands Aussagen zum 8. Mai scharf. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago-images-bilder)
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Der 8. Mai wird in Deutschland als Tag der Befreiung vom NS-Regime gefeiert. Für AfD-Politiker Gauland ist er auch ein Tag des Verlustes. SPD-Chefin Saskia Esken findet das entlarvend.

Die SPD-Chefin Saskia Esken hat die Aussagen von AfD-Fraktionschef Alexander Gauland zum 8. Mai scharf kritisiert. Gauland knüpfe "offenbar an eine Gedankenwelt an, in der es als wünschenswert erscheint, Hitler-Deutschland hätte den Krieg gewonnen", sagte Esken t-online.de. "Das spricht Bände."

AfD-Politiker Gauland hatte zuvor gesagt, der 8. Mai sei "auch ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeit". Man könne den 8. Mai nicht zum Glückstag für Deutschland machen, hatte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärt und sich dagegen ausgesprochen, ihn zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Der Historiker Moritz Hoffmann sagte t-online.de, Gaulands Aussage folge einem Muster. "Wie bei der 'Vogelschiss'-Aussage zeigt Gauland, dass er die Verbrechen der Nazizeit seinem Ideal einer 'ruhmreichen Nation' unterordnet."

"Die Erinnerung darf nicht aufhören"

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Für Millionen Menschen war es die Befreiung vom NS-Regime, zuvor hatte die SS Millionen Juden ermordet. Das Kriegsende jährt sich zum 75. Mal. Dieses Jahr ist der 8. Mai einmalig und nur in Berlin ein gesetzlicher Feiertag.

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SPD-Chefin Saskia Esken sagte, Aussagen wie die von Alexander Gauland "zeigen uns, wie wichtig der 8. Mai als Gedenktag ist". "Die Erinnerung darf nicht aufhören, und auch die Verantwortung für den Holocaust hat keine Ablauffrist und muss stetig erneuert werden", forderte Esken. "Auch weil die rechten Hetzer von der AfD diese Aufarbeitung, diese Verantwortung und diese Erinnerungskultur schon wieder in Frage stellen."

Auch 75 Jahre nach Kriegsende "ist Frieden die wichtigste Herausforderung für uns", so die SPD-Chefin. "Frieden ist keine Realität, kein Zustand, sondern eine Daueraufgabe." Das weltweite Elend von Kriegsopfern und Flüchtlingen zeige das jeden Tag. Der 8. Mai sei ein "Tag der Dankbarkeit – an die Befreier, aber auch an die, die in Deutschland Widerstand geleistet haben".

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  • Annika Leister
Von Miriam Hollstein, Annika Leister
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