Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Tarifkonflikt: Verdi Warnstreiks in weiteren Bundesländern

In drei Bundesländern  

Tarifkonflikt: Verdi ruft erneut zu Warnstreiks auf

05.10.2020, 12:49 Uhr | Klaus Lauer, rtr

Tarifkonflikt: Verdi Warnstreiks in weiteren Bundesländern. Stadtbahn Stuttgart: Auch Baden-Württemberg ist von den Streiks betroffen (Symbolbild). (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)

Stadtbahn Stuttgart: Auch Baden-Württemberg ist von den Streiks betroffen (Symbolbild). (Quelle: Arnulf Hettrich/imago images)

Die Gewerkschaft Verdi weitet erneut die Streiks im öffentlichen Nahverkehr aus. In der kommenden Woche liegt der Nahverkehr in mehreren Bundesländern lahm.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr kündigt Verdi weitere Warnstreiks an. Arbeitsniederlegungen seien für Donnerstag in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg sowie für Freitag in Bayern geplant, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft am Montag mit. Ende voriger Woche hatte Verdi bereits Warnstreiks für Dienstag in Hessen und für Mittwoch in Bremen und Niedersachsen angekündigt.

Grund sei, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Verhandlungen für einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr ablehne. "Die Verweigerung der Arbeitgeber provoziert einen unnötigen Konflikt", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle.

Weniger Personal dafür mehr Fahrgäste

"Die Belastungsgrenze der Beschäftigten ist überall erreicht, deshalb benötigt der ÖPNV bundeseinheitliche Regelungen." Angesichts des Fachkräftemangels stehe auch die Verkehrswende und die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf dem Spiel.

Im Vergleich zum Jahr 2000 fehlten heute 15.000 Beschäftigte, während die Zahl der Fahrgäste in der gleichen Zeit um ein Viertel gestiegen sei. In einer Befragung unter Betriebsräten in 110 ÖPNV-Unternehmen beklagen laut Verdi 95 Prozent Personalmangel, besonders in den Werkstätten und im Fahrdienst. "In 60 Prozent der Unternehmen fallen dadurch regelmäßig Fahrten aus."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: