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Ermittlungen nach Anschlag auf Synagoge


Niedersachsen
Ermittlungen nach Anschlag auf Synagoge

Von dpa
Aktualisiert am 06.04.2024Lesedauer: 2 Min.
Brandanschlag auf SynagogeVergrĂ¶ĂŸern des BildesDer Staatsschutz ermittelt, nachdem ein Brandsatz auf eine Synagoge in Oldenburg geworfen wurde. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-bilder)
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Der Staatsschutz der Oldenburger Polizei ermittelt nach dem Brandanschlag auf die Synagoge der Stadt. Morgen soll mit einer Demonstration SolidaritĂ€t mit der jĂŒdischen Gemeinde gezeigt werden.

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg will die Polizei "unter Hochdruck" den Fall aufklĂ€ren. Es sei eine Ermittlungsgruppe unter Leitung des polizeilichen Staatsschutzes eingerichtet worden, teilte die Polizei mit. Auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg sei umgehend eingebunden worden. "Die Ermittlungsgruppe fĂŒhrt die intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen unter Hochdruck", hieß es. Bislang gebe es aber keine Erkenntnisse zur Person des TĂ€ters oder der TĂ€ter. Unbekannte hatten gestern einen Brandsatz gegen eine TĂŒr der Synagoge geworfen.

Zu den HintergrĂŒnden der Tat oder der Motivation war laut Polizei zunĂ€chst nichts bekannt. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Die Sicherheitsmaßnahmen fĂŒr die jĂŒdische Gemeinde zu Oldenburg wurden den Angaben zufolge verstĂ€rkt. Unter anderem wurde eine dauerhafte PolizeiprĂ€senz eingerichtet. Nach wie vor sucht die Polizei nach Zeugen des Anschlags.

Bei dem Anschlag war niemand verletzt worden, sagte der stellvertretende Vorsitzende der JĂŒdischen Gemeinde zu Oldenburg, Michael Stahl der Deutschen Presse-Agentur. Die Gemeinde sei erschrocken, dass es auch in Oldenburg Menschen gebe, die ihren Hass in dieser Form von Gewalt und Straftaten ausleben. "Aber wir werden uns nicht in unserem Weg beeintrĂ€chtigen lassen durch dieses Vorgehen", sagte Stahl. "Wir werden unsere Gottesdienste, unsere Veranstaltungen weiterhin wie geplant durchfĂŒhren, an diesem Wochenende und auch an den kommenden Wochenenden, da werden wir nicht von abweichen." Die Gemeinde wolle sichtbar bleiben in Oldenburg.

Aufruf zur Demonstration

Schon am gestrigen Abend hatte es eine Mahnwache vor der Synagoge gegeben. FĂŒr Sonntag ruft das BĂŒndnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Oldenburg zu einer Demonstration in Oldenburg auf. Seit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober auf Israel und dem Beginn des israelischen MilitĂ€reinsatzes im Gazastreifen sei die Gefahrensituation fĂŒr Juden und JĂŒdinnen massiv angestiegen, hieß es in dem Aufruf. Antisemitische Straftaten hĂ€tten Rekordzahlen erreicht. "Ein Höhepunkt der Angriffe ist nun der Brandanschlag auf die Synagoge unserer Stadt", erklĂ€rte die Sprecherin des BĂŒndnisses, Johanna Faber.

Der Zentralrat der Juden wĂŒrdigte die Reaktionen in Oldenburg. "Der Zuspruch aus der Stadtgesellschaft tut gut", erklĂ€rte ZentralratsprĂ€sident Josef Schuster. "Das schnelle Handeln der Sicherheitsbehörden ist ein wichtiges Zeichen, fĂŒr das wir dankbar sind." Schuster betonte, alles deute auf eine antisemitische Motivation hin. Er fĂŒgte hinzu: "Wir werden uns nicht unterkriegen lassen. JĂŒdisches Leben gehört zu unserem Land, zu Deutschland. Wer das nicht wahrhaben will, muss alle rechtlichen Konsequenzen fĂŒr sein Handeln tragen." Er hoffe, dass die HintergrĂŒnde rasch aufgeklĂ€rt wĂŒrden.

Der Anschlag hatte bundesweite Reaktionen ausgelöst. Bundesinnenministerin Nancy Faeser Ă€ußerte sich auf der Plattform X (frĂŒher Twitter). "Dieser Brandanschlag ist ein widerwĂ€rtiger, menschenverachtender Angriff auf JĂŒdinnen und Juden in Oldenburg", schrieb die SPD-Politikerin. Der oder die TĂ€ter mĂŒssten ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden.

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Bei dem Anschlag wurde nur die TĂŒr der Synagoge beschĂ€digt. Ein Hausmeister-Team eines benachbarten Kulturzentrums entdeckte das Feuer sofort und löschte die Flammen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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