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Umfrage: Mehrheit sieht soziales Miteinander verschlechtert


Gesellschaft
Umfrage: Mehrheit sieht soziales Miteinander verschlechtert

Von dpa
01.05.2024Lesedauer: 2 Min.
MenschenmengeVergr├Â├čern des Bildes85 Prozent der Befragten der Studie erlebten eigenen Angaben zufolge eine Zunahme von Beleidigungen und Respektlosigkeit (Symbolbild). (Quelle: Markus Scholz/dpa/dpa-bilder)
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Wie gehen wir in der Gesellschaft miteinander um? Nicht gut, wie eine Forsa-Umfrage ergibt. Eine gro├če Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht eine Verschlechterung.

Eine Mehrheit von 78 Prozent der Menschen in Deutschland sieht eine Verschlechterung des sozialen Miteinanders in den vergangenen drei Jahren. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor.

Immer mehr Menschen erleben demnach Beleidigungen und Respektlosigkeit. Gleichzeitig ist die gro├če Mehrheit ├╝berzeugt, dass ein besserer sozialer Zusammenhalt positive Effekte auf die Gesundheit haben kann, wie die DAK mitteilte.

Die gro├če Mehrheit der Befragten gab an, negative Ver├Ąnderungen in sozialen Online-Netzwerken zu erleben. Die Zunahme betr├Ągt im Vergleich zum Vorjahr sieben Punkte auf 82 Prozent. Beim Einkaufen oder im Stra├čenverkehr beobachteten demnach 81 Prozent eine Verschlechterung, 41 Prozent in der Schule, an der Hochschule oder am Arbeitsplatz.

Befragte: Zunahme von Beleidigungen

85 Prozent der Befragten erlebten eigenen Angaben zufolge eine Zunahme von Beleidigungen und Respektlosigkeit - nach 76 Prozent im Vorjahr. Au├čerdem erfahren die Menschen mehr Aggressivit├Ąt (79 Prozent), Egoismus (74 Prozent), Intoleranz und Ausgrenzungen (71 Prozent) sowie Gleichg├╝ltigkeit (76 Prozent). Mehr als die H├Ąlfte der Befragten sieht vor allem Kinder und Jugendliche davon betroffen.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen starten die DAK und Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Gr├╝ne) den diesj├Ąhrigen Wettbewerb "Gesichter f├╝r ein gesundes Miteinander". Paus ist Schirmherrin des Wettbewerbs, mit dem die Krankenkasse zum vierten Mal beispielhafte Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Pr├Ąvention und Pflege sucht. Der Wettbewerb soll ein Zeichen f├╝r Respekt, Toleranz und Gemeinsinn setzen.

Die Forsa-Umfrage habe auch ergeben, dass eine gro├če Mehrheit der Befragten ├╝berzeugt ist, ein besserer sozialer Zusammenhalt k├Ânne positive Effekte auf die Gesundheit haben. Der DAK-Wettbewerb l├Ąuft in allen 16 Bundesl├Ąndern und wird von zahlreichen Ministerpr├Ąsidenten unterst├╝tzt.

Gesund miteinander leben

Gesund bedeute mehr, als nicht krank zu sein, betonte Paus. "Gesund bedeutet k├Ârperliches, mentales und soziales Wohlbefinden. Es bedeutet Pr├Ąvention, Pflege, Versorgung, mitmachen k├Ânnen und vieles mehr." Gesund miteinander zu leben, hei├če, sich gegenseitig zu unterst├╝tzen und zu verhindern, dass Armut Menschen die Chance auf Bildung, Teilhabe und Gesundheit nehme.

Der DAK-Vorstandschef Andreas Storm sieht in den Ergebnissen der Umfrage Handlungsbedarf. "Es ist alarmierend, wenn die gro├če Mehrheit findet, dass das Zusammenleben in Deutschland schlechter geworden ist", so Storm. "Hier m├╝ssen wir als Gesellschaft aktiv gegensteuern. Wir brauchen Menschen, die sich aktiv f├╝r ein gesundes Miteinander einsetzen. Dieses Engagement f├╝r einen respektvollen Umgang und gelebte Gemeinschaft wollen wir mit unserem Wettbewerb f├Ârdern und auszeichnen." Die Teilnahme ist bis zum 15. September m├Âglich.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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