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Deutsche Bahn verklagt Lkw-Hersteller wegen Preiskartell


Deutsche Bahn verklagt Lkw-Hersteller wegen Preiskartell

Von afp, dpa-afx, t-online
20.12.2017Lesedauer: 2 Min.
Mehrere Lkw-Hersteller sollen zwischen 1997 und 2011 verbotene Kartellabsprachen getroffen hatten. (Symbolbild)Vergrößern des BildesMehrere Lkw-Hersteller sollen zwischen 1997 und 2011 verbotene Kartellabsprachen getroffen hatten. (Symbolbild) (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)
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Die Deutsche Bahn hat gemeinsam mit dutzenden Unternehmen eine Klage gegen die Lkw-Hersteller eingereicht. Wegen unerlaubten Preisabsprachen fordern sie von dem Lkw-Kartell nun Schadenersatz.

Die Bundeswehr, die Deutsche Bahn und weitere Unternehmen werfen Lkw-Herstellern unerlaubte Preisabsprachen vor und fordern Schadenersatz. Die Klage gegen Daimler , Iveco, Volvo/Renault, DAF und MAN hat die Bahn nach eigenen Angaben am Mittwoch beim Landgericht München eingereicht. Die Bundeswehr und gut 40 Unternehmen haben ihre Ansprüche demnach an den Bundeskonzern abgetreten.

Zu den Unternehmen, die ihre Ansprüche an die Bahn abgetreten haben, sollen demnach Betreibergesellschaften der deutschen Flughäfen sowie große Handels- und Logistikfirmen gehören. Mit der Klage wolle man auch eine mögliche Verjährung der Ansprüche verhindern, hieß es der Zeitung zufolge in Unternehmenskreisen weiter.

"Mit den illegalen Preisabsprachen wurde uns und den anderen Geschädigten ein enormer Schaden zugefügt", sagte der zuständige Bahn-Vorstand Ulrich Weber. Allein die konzerneigene Spedition DB Schenker sei mit mehreren Tausend Lastwagen betroffen.

Rekord-Geldbußen erwartet

Die EU-Kommission hatte ermittelt, dass mehrere Lkw-Hersteller zwischen 1997 und 2011 verbotene Kartellabsprachen getroffen hatten. Sie verhängte in der Folge Rekordgeldbußen von 3,8 Milliarden Euro gegen die Anbieter. Nun drohen den Herstellern weitere finanzielle Folgen durch die Schadenersatzansprüche.

Bei der Klage, die beim Landgericht München eingereicht werden soll, geht es dem Bericht zufolge um den Kauf von insgesamt 35.000 Fahrzeugen und ein Einkaufsvolumen von zwei Milliarden Euro. Wie viel Schadenersatz sie genau fordern, ließen die Unternehmen laut "Süddeutscher Zeitung" zunächst offen. Das werde derzeit noch von Kartellexperten geprüft. Die Hersteller sahen die Ansprüche demnach kritisch, äußerten sich aber nicht zu den Details. Man werde die Ansprüche prüfen, sagte eine Daimler-Sprecherin, aber auch gegen unberechtigte Ansprüche vorgehen.

Verwendete Quellen:
Nachrichtenagenturen AFP und dpa-AFX

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