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Dürre kostet jetzt schon mehr als eine Milliarde Euro

Schäden für Landwirte  

Dürre kostet jetzt schon mehr als eine Milliarde Euro

11.08.2018, 07:59 Uhr | dpa

Landwirte in Not: "Auf so eine Hitze kann man sich nicht vorbereiten" (Screenshot: t-online.de)
"Auf so eine Hitze kann man sich nicht vorbereiten"

Ernteeinbrüche bis zu 80% machen Landwirt Ludolf von Maltzan zu schaffen: "Auf so eine Dürre kann man sich nicht vorbereiten". (Quelle: t-online.de)

Ernteeinbrüche bis zu 80% machen Landwirten wie Ludolf von Maltzan zu schaffen: ""Auf so eine Dürre kann man sich nicht vorbereiten". (Quelle: t-online.de)


Dass die Ernte in diesem Jahr schlecht ausfallen wird, ist seit Wochen klar. Nun melden die ersten Bundesländer konkrete Zahlen zu den Verlusten der Landwirte. Am Montag wird über Nothilfen beraten.

Die wochenlange Dürre in vielen Regionen Deutschlands hat in der Landwirtschaft nach ersten Schätzungen aus den Ländern Schäden von mehr als einer Milliarde Euro angerichtet. Vor einem erneuten Bund-Länder-Treffen an diesem Montag summieren sich die Meldungen mehrerer teils stark betroffener Länder nach dpa-Informationen bereits auf 1,1 Milliarden Euro. Der Bauernverband hat Hilfen von einer Milliarde Euro für Landwirte gefordert, die wegen der Trockenheit schwere Ernteausfälle erleiden.

Allein für Schleswig-Holstein meldete das dortige Agrarministerium einen geschätzten Dürre-Schaden von 422 Millionen Euro an den Bund. Sachsen übermittelte eine Schätzung von rund 308 Millionen Euro, Sachsen-Anhalt von 237 Millionen Euro. Für Hessen geht das Landesagrarministerium davon aus, dass die Bauern Ernteausfälle von bis zu 150 Millionen Euro zu verkraften haben. Für die Forstwirtschaft des Landes werden zudem Verluste von rund 30 Millionen prognostiziert.

Nothilfen zuerst Ländersache

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Länder aufgerufen, über Schäden und vorgesehene Hilfen zu informieren. Am Montag wollen Ministeriumsexperten von Bund und Ländern erneut über die Lage beraten, nachdem sie Ende Juli eine erste Bestandsaufnahme gemacht hatten. Bei den Schäden beobachten auch die Länder regionale Unterschiede. Entscheidungen zu Hilfen werden vorerst nicht erwartet.

Zuständig für Nothilfen an Landwirte sind zuerst die Länder. Vor einer Entscheidung über mögliche Bundeszahlungen will Klöckner den Abschluss der Ernte und die amtliche Erntebilanz abwarten, die für Ende August vorgesehen ist. Dabei müsste festgestellt werden, dass es sich um Schäden von "nationalem Ausmaß" handelt.

Zuletzt war dies 2003 wegen einer Dürre der Fall. Der Bund und mehrere Länder stellten damals insgesamt 72 Millionen Euro bereit. Viehhaltern, bei denen das Futter akut knapp wird, hat Klöckner nun schnellere Hilfen von Bund und Ländern in Aussicht gestellt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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