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Misshandlungen und Folter: Agenten aus Syrien in Deutschland festgenommen

Folter und Misshandlungen  

Syrische Agenten in Deutschland festgenommen

13.02.2019, 18:03 Uhr | iger, t-online.de

Misshandlungen und Folter: Agenten aus Syrien in Deutschland festgenommen. Festnahmen der Polizei (Symbolfoto): Die beiden Syrer sollen die Verbrechen zwischen 2011 und 2012 verübt haben. Anschließend verließen sie Syrien.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Festnahmen der Polizei (Symbolfoto): Die beiden Syrer sollen die Verbrechen zwischen 2011 und 2012 verübt haben. Anschließend verließen sie Syrien. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Zwei Mitarbeiter des syrischen Geheimdienstes sind in Deutschland verhaftet worden. Ihnen wird Folter, Misshandlung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Die Polizei hat zwei mutmaßliche Mitarbeiter des syrischen Geheimdienstes in Berlin und Rheinland-Pfalz festgenommen. Den beiden Männern werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter und Misshandlung vorgeworfen. Das erklärte die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe in einer Pressemitteilung.  

Die beiden Syrer waren zwischen Anfang Juli 2011 bis Mitte Januar 2012 Mitarbeiter des syrischen Allgemeinen Geheimdienstes. Dessen Aufgabe war es, sämtliche regierungskritischen Aktivitäten der Opposition flächendeckend mit brutaler Gewalt zu unterdrücken, so die Generalbundesanwaltschaft. 

Der 56-jährigen Anwar R. soll in dieser Zeit an körperlichen Misshandlungen und Folterungen beteiligt gewesen sein. Er leitete eine Geheimdienstabteilung mit angeschlossenem Gefängnis in Damaskus. Dort mussten die Gefangenen bei ihrer Vernehmung brutale und massive Folter über sich ergehen lassen. R. soll die Befehle dazu gegeben haben. 

In Damaskus begann das Martyrium

Der 42-jährige Eyad A. arbeitete R. zu. Seine Aufgabe war es bei Personenkontrollen Deserteure, Demonstranten und sonstige verdächtige Personen festzustellen und zu verhaften. Von 200 bis 300 kontrollierten Männern und Frauen wurden täglich rund 100 Personen festgenommen und in das Gefängnis von R. gebracht. Dort begann das Martyrium der Misshandlungen. 

A. wird vorgeworfen, mitverantwortlich für die Tötung von zwei Menschen sowie für die Folterung und körperliche Misshandlung von mindestens 2.000 Menschen gewesen zu sein. 2012 haben die beiden Tatverdächtigen Syrien verlassen. 


Ein weiterer  Mitarbeiter der Geheimdienstabteilung von Anwar R. wurde zur gleichen Zeit in Paris festgenommen. Die deutschen und die französischen Behörden hatten ihre Einsätze miteinander abgestimmt. Die Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft.

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