Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Rechtsextremistische Bewegung: Nur einige Hundert Teilnehmer bei Pro-Chemnitz-Demo

Rechtsextremistische Bewegung  

Nur einige Hundert Teilnehmer bei Pro-Chemnitz-Demo

25.08.2019, 22:12 Uhr | dpa

Rechtsextremistische Bewegung: Nur einige Hundert Teilnehmer bei Pro-Chemnitz-Demo. Teilnehmer der rechtsextremistischen Bewegung Pro Chemnitz versammeln sich in Chemnitz zu einer Kundgebung.

Teilnehmer der rechtsextremistischen Bewegung Pro Chemnitz versammeln sich in Chemnitz zu einer Kundgebung. Foto: Hendrik Schmidt. (Quelle: dpa)

Chemnitz (dpa) - Ein Jahr nach einem tödlichen Messerangriff in Chemnitz hat die rechtsextremistische Bewegung Pro Chemnitz weniger Teilnehmer als angekündigt zu einer Demonstration auf die Straße gebracht.

Nach Angaben von Polizei und Ordnungsbehörde folgten am Sonntagabend rund 450 Menschen dem Aufruf. Angemeldet waren laut Stadt 1000 Teilnehmer. In den Reihen von Pro Chemnitz wurden Deutschland-Fahnen geschwenkt und es gab "Wir sind das Volk"-Rufe.

In Sicht- und Hörweite hatte sich Gegenprotest des Bündnisses Chemnitz nazifrei versammelt. Dort zählten die Behörden bis zu 300 Teilnehmer. Zudem fanden in der Stadt noch ein Bürgerfest und eine Gewerkschaftsveranstaltung statt.

Die Polizei war mit knapp 700 Beamten im Einsatz. Die sächsische Landespolizei erhielt nach Angaben einer Sprecherin Unterstützung von der Bundespolizei sowie von Beamten aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Am 26. August 2018 war am Rande des Chemnitzer Stadtfestes ein Deutscher erstochen worden. Die Tat hatte rechte Demonstrationen und rassistische Übergriffe ausgelöst, die Chemnitz monatelang erschütterten. Für die ersten Demos hatten vor allem Hooligans aus dem Umfeld des Chemnitzer FC mobilisiert. Danach rief regelmäßig Pro Chemnitz zu Aufmärschen auf. Die Wählervereinigung wird im sächsischen Verfassungsschutzbericht 2018 als rechtsextremistisch eingestuft.

Wegen der tödlichen Attacke war am Donnerstag ein Syrer zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im Prozess geschwiegen, in einem Fernseh-Interview jedoch bestritten, den 35-Jährigen erstochen zu haben. Nach einem zweiten Verdächtigen aus dem Irak wird weltweit gesucht.

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) sagte, Pro Chemnitz suche die Bühne. Im vorigen Jahr sei das dem Bündnis gelungen. "In einer Demokratie gibt es ein Versammlungsrecht. Das genießt gerade Pro Chemnitz", sagte die Stadtchefin. Sie hoffe aber, "dass das Bild dieser Stadt nicht nur das ist". Veranstaltungen wie das dreitägige Bürgerfest seien "die stärkste Antwort" auf die Ereignisse vom vorigen Jahr.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal