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Heinsberg-Studie: Virologe Hendrik Streeck weist Vorwürfe zurück

Zwischenergebnis üblich  

Virologe Streeck weist Vorwürfe zurück

12.04.2020, 17:43 Uhr | dpa

Heinsberg-Studie: Virologe Hendrik Streeck weist Vorwürfe zurück . Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn: Der Virologe Streek hat die Kritik an der Veröffentlichung der Heinsberg-Studie zurückgewiesen. (Quelle: imago images)

Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn: Der Virologe Streek hat die Kritik an der Veröffentlichung der Heinsberg-Studie zurückgewiesen. (Quelle: imago images)

Hendrik Streeck hat die Vorwürfe zurückgewiesen, die Zwischenergebnisse der Heinsberg-Studie seien zu früh veröffentlicht worden. Die Veröffentlichung sei "keinesfalls leichtfertig erfolgt".

Der Virologe Hendrik Streeck hat Kritik an der Veröffentlichung eines Zwischenergebnisses zu einer Studie in der vom Coronavirus besonders betroffenen Gemeinde Gangelt in Nordrhein-Westfalen zurückgewiesen. Dem "Tagesspiegel" aus Berlin sagte der Wissenschaftler der Uni Bonn am Sonntag, dass die Feldstudie alle Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO einhalte. "Wir übererfüllen sogar diese Empfehlungen", sagte Streeck zu der Studie, die 1.000 Menschen aus 400 Haushalten untersucht.

Auch wies Streeck Kritik zurück, das Zwischenergebnis sei zu früh veröffentlicht worden. "Die Veröffentlichung ist keinesfalls leichtfertig erfolgt. Wir haben bis in die Nacht auf Donnerstag darüber diskutiert, ob wir jetzt erste Daten präsentieren sollen. Wir entschieden uns dazu aus ethischen Gründen, und weil wir uns verpflichtet fühlten, einen nach wissenschaftlichen Kriterien erhobenen validen Zwischenstand vor Publikation mitzuteilen." Das sei absolut üblich.

"Zwischenergebnisse werden ständig mitgeteilt"

"Zwischenergebnisse werden auf Kongressen ständig und auf der ganzen Welt mitgeteilt. Nur dies ermöglicht eine jeweils aktuelle wissenschaftliche Diskussion." Zu behaupten, dies sei unwissenschaftlich, stimme schlichtweg nicht, beklagte der Forscher.

Laut dem am vergangenen Donnerstag vorgestellten Zwischenergebnis der Studie haben 15 Prozent der Bürger in der Gemeinde Gangelt nun eine Immunität gegen das Virus ausgebildet. Die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu sterben liegt demnach, bezogen auf die Gesamtzahl der Infizierten, bei 0,37 Prozent. Die in Deutschland derzeit von der amerikanischen Johns Hopkins University berechnete entsprechende Rate liegt mit 1,98 Prozent um das Fünffache höher.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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