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Kindesmissbrauch: Änderung des Strafrechts soll "schnellstmöglich" erfolgen

Nach Kindesmissbrauch in Münster  

Justizministerin will Strafrecht "schnellstmöglich" ändern

12.06.2020, 06:44 Uhr | AFP

Kindesmissbrauch: Lambrecht will Strafen verschärfen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will die Strafen für sexuellen Missbrauch an Kindern verschärfen. (Quelle: Reuters)

Hartes Vorgehen erwünscht: Bundesjustizministerin Lambrecht hat vorgestellt, wie sie sich die Strafen für Kindesmissbrauch und Kinderpornografie künftig vorstellt. (Quelle: Reuters)


In der Debatte um härtere Strafen für Kindesmissbrauch will nun auch die SPD eine Gesetzesänderung. Justizministerin Christine Lambrecht kündigte an, dass die Taten schon bald nicht mehr nur ein Vergehen sein sollen.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will die geplante Verschärfung der Strafen für Kindesmissbrauch rasch auf den Weg bringen. Sie habe ihr Ministerium angewiesen, "schnellstmöglich" einen Entwurf für eine entsprechende Gesetzesänderung vorzulegen, sagte Lambrecht am Donnerstagabend im ZDF. Die Ministerin hatte sich erst kurz zuvor zu einer Verschärfung der Strafen bei Kindesmissbrauch bereiterklärt. Vorher hatte sie entsprechende Forderungen aus der Union noch abgelehnt.

Zu ihrem Sinneswandel sagte Lambrecht im "heute journal", es sei "immer wichtig, sich zu überprüfen". Kinderpornografie und Kindesmissbrauch seien "widerliche Straftaten", was sich auch im Strafmaß widerspiegeln müsse. Kurz zuvor hatte die Ministerin in einer Pressekonferenz angekündigt, dass der Kindesmissbrauch und die Verbreitung von Kinderpornografie künftig als Verbrechen statt als Vergehen eingestuft werden sollten. Damit erhöht sich die Mindeststrafe von sechs auf zwölf Monate.

Die Union begrüßte die Neupositionierung der Justizministerin. "Späte Einsicht ist besser als keine", sagte der CDU-Rechtsexperte Patrick Sensburg der "Bild"-Zeitung. Er forderte, die Strafverschärfung solle noch vor der Sommerpause beschlossen werden. Hintergrund der geplanten Gesetzesänderung sind die zuletzt aufgedeckten Fälle schweren Kindesmissbrauchs in Münster.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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