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"Nicht alle Tassen im Schrank": NRW-Minister reagiert wütend auf Kritik an Laschet

"Nicht alle Tassen im Schrank"  

NRW-Minister Stamp reagiert wütend auf Kritik an Laschet

22.06.2020, 09:37 Uhr | dpa, pdi

"Nicht alle Tassen im Schrank": NRW-Minister reagiert wütend auf Kritik an Laschet. Joachim Stamp sitzt im Landtag von Nordrhein-Westfalen

Joachim Stamp, Integrationsminister von Nordrhein-Westfalen, sitzt im Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa (Quelle: dpa)

Nachdem Armin Laschet den Corona-Ausbruch bei Tönnies auf "Bulgaren und Rumänen" zurückführte, gibt es heftige Kritik am NRW-Ministerpräsidenten. Sein Integrationsminister stärkt ihm nun den Rücken.

Mit deutlichen Worten hat sich Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hinter Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gestellt: "Wer ausgerechnet Armin Laschet Ressentiments gegenüber Menschen aus anderen Ländern unterstellt, hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank", twitterte Stamp am Freitagmorgen.

"Ein Problem der heutigen Zeit ist, dass wir uns in Politik und Medien geradezu zwanghaft missverstehen wollen", schrieb Stamp. Er reagierte mit seinem Tweet auf die Debatte um eine Äußerung Laschets vom Mittwoch. Der Ministerpräsident hatte auf die Frage, was der Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies über die bisherigen Lockerungen aussage, geantwortet: "Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt. Das wird überall passieren."

Laschet hatte seine Äußerung am Donnerstag erläutert und auf die Verantwortung der Betriebe hingewiesen. "Menschen gleich welcher Herkunft irgendeine Schuld am Virus zu geben, verbietet sich. Mir ist wichtig klarzumachen, dass das für mich wie für die gesamte Landesregierung selbstverständlich ist", teilte Laschet mit.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte Laschets Zitat am Donnerstag dennoch als "höchst gefährlich" kritisiert. Bei einem Besuch in Bulgarien forderte Maas den stellvertretenden CDU-Vorsitzenden auf, sich dafür zu entschuldigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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