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Corona in Bayern — Markus Söder besorgt: "Lage wird jeden Tag ernster"

Strengere Corona-Regeln für Bayern  

Ministerpräsident Söder: "Lage wird jeden Tag ernster"

15.10.2020, 16:16 Uhr | dpa, rtr

Söder über neue Corona-Beschränkungen: "Man darf Corona nicht kleinreden"

Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder auf neue Beschränkungen geeinigt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht die Situation kritisch. (Quelle: Reuters)

"Man darf Corona nicht kleinreden": So äußerte sich Markus Söders zuletzt über die neuen Corona-Beschränkungen für Bayern. (Quelle: Reuters)


Die bayerische Regierung hat strengere Corona-Regeln für ihr Bundesland beschlossen. Ministerpräsident Söder sagt, er bezweifle, dass die in Berlin beschlossenen Maßnahmen ausreichen. 

Wegen der stark ansteigenden Corona-Fallzahlen sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine täglich wachsende Gefahr für einen zweiten Lockdown. "Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster", sagte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Sein Kabinett beschloss zudem, strengere Regeln als beim Bund-Länder-Treffen beschlossen einzuführen. 
 

 
In Bayern gilt: Wenn die Zahl der Neuinfektionen in Regionen mehr als 50 pro 100.000 Einwohner in einer Woche erreichen, gelte künftig eine Maskenpflicht auch in Grundschulen, sagt er. Die Sperrstunde muss dann von 23 auf 22 Uhr vorverlegt werden. Auch bei privaten Treffen würden die Regeln zumindest für die kommenden vier Wochen verschärft: In betroffenen Regionen dürfen sich dann im privaten Bereich laut Söder nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

Söder hält Weihnachtsmärkte für möglich

Bayerns Ministerpräsident hält trotz steigender Corona-Infektionszahlen Weihnachtsmärkte in eingeschränkter Form grundsätzlich für möglich. Bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei die Wahrscheinlichkeit allerdings gering, schränkte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München ein. "Aber: Möglich ist es". Sein Stellvertreter und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte: "Wenn wir entsprechende Konzepte haben und die Zahlen uns nicht davongaloppieren, halte ich es für durchaus möglich und durchführbar". Weihnachtsmärkte wären auch für die öffentliche Seele gut und wichtig.

Die Situation werde wöchentlich neu bewertet, sagt Söder. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich "explodieren die Zahlen in ganz Europa".

Söder sagte weiter, dass sich Bayern auf Anfrage aus Tschechien bereit erklärt habe, Intensivpatienten aufzunehmen. Landesweit sei die Auslastung bei den Intensivbetten bereits bei mehr als 40 Prozent. Er betonte, die Staatsregierung werde alles tun, um einen Lockdown zu verhindern. Ob jedoch die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch in Berlin dafür ausreichten, sei zu bezweifeln.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa, Reuters

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