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Söder: Neue Warnstufe für besonders betroffene Regionen in Bayern

Steigende Corona-Zahlen in Bayern  

Söder: Neue Warnstufe für schwer betroffene Regionen

21.10.2020, 14:22 Uhr | dpa

Söder: Neue Warnstufe für besonders betroffene Regionen in Bayern. Bayerns Ministerpräsident Söder mit Mundschutz vor bayerischem Wappen: Söder kündigt eine neue Warnstufe an.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Bayerns Ministerpräsident Söder mit Mundschutz vor bayerischem Wappen: Söder kündigt eine neue Warnstufe an. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Die Corona-Zahlen sind in einigen bayerischen Regionen extrem gestiegen, für einige gilt nun die dunkelrote Warnstufe mit strengeren Regeln. Außerdem sollen Pendler aus dem Ausland getestet werden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Regionen mit drastisch erhöhten Corona-Zahlen eine Beschränkung von Veranstaltungen auf maximal 50 Teilnehmer und eine Sperrstunde ab 21 Uhr angekündigt. Diese sogenannte dunkelrote Warnstufe soll dann greifen, wenn die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird. Das kündigte Söder in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München an.

Ausnahmen soll es laut Söder etwa für Gottesdienste und Demonstrationen geben. Betroffen sind nach Worten Söders ansonsten Veranstaltungen aller Art. Dazu zählen insbesondere Kulturveranstaltungen, wie Theater und Kinos, aber auch Vereinsversammlungen. Bislang gilt in Bayern eine Beschränkung auf 100 Zuschauer in Innenräumen und 200 im Freien, bei zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen ist es sogar jeweils das Doppelte.

Testpflicht für Pendler aus ausländischen Hotspots

Zudem will Söder im Freistaat eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots einführen. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. "Unser Ziel ist, dass die Grenzen offen bleiben", betonte Söder, fügte aber hinzu: "Wer Grenzen offen halten will, der muss auch für mehr Sicherheit sorgen."
 

 
Die Maßnahme wird voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien treffen. Tschechien, das europaweit zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten je 100.000 Einwohner zählt, gilt laut Robert Koch-Institut ebenso als Risikogebiet wie die direkt an Bayern grenzenden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg.

Bayern führt dunkelrote Warnstufe ein

Die bisherige bayerische Corona-Ampel hatte lediglich zwei Stufen: Ab einem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen Tagen zeigt sie Gelb – dann greifen in den betroffenen Regionen automatisch eine verschärfte Maskenpflicht, striktere Kontaktbeschränkungen und eine Sperrstunde in der Gastronomie ab 23.00 Uhr.

Bei einem Wert von 50 schaltet die Ampel auf Rot, dann gelten regional noch einmal schärfere Kontaktbeschränkungen und Restaurants müssen noch früher schließen, um 22 Uhr. Bei der neuen – "dunkelroten" – Stufe ab dem Wert 100 sollen Restaurants schon um 21 Uhr schließen müssen.

Zuletzt hatten immer mehr Regionen in Bayern und auch in Deutschland den 50er-Wert teils deutlich überschritten. Acht Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern überschritten nach Worten Söders inzwischen sogar die 100er-Marke. Spitzenreiter war – Stand Dienstag – nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) der Kreis Berchtesgadener Land, dahinter folgten unter anderem der Kreis Rottal-Inn und die Stadt Augsburg.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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