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Deutscher Labormediziner entwickelt eigenen Corona-Impfstoff – Behörden ermitteln


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Labormediziner entwickelt im Alleingang Corona-Impfstoff

Von t-online
Aktualisiert am 07.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Laborant zieht Spritze auf (Symbolbild): Ein Mediziner hat offenbar einen eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt.
Laborant zieht Spritze auf (Symbolbild): Ein Mediziner hat offenbar einen eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. (Quelle: Joerg Boethling/imago-images-bilder)
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Ein Labormediziner hat in Deutschland offenbar einen eigenen Corona-Impfstoff entwickelt. Er testete ihn auf eigene Faust an mehreren Probanden

Der 74-jährige Labormediziner Winfried Stöcker hat im Alleingang einen Corona-Impfstoff entwickelt und sieht sich nun Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lübeck ausgesetzt. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Stöcker hatte sich und vier weiteren Probanden ein von ihm entwickeltes "rekombinantes Antigen" gespritzt. Daraufhin hätten alle Patienten Antikörper gegen das Corona-Virus gebildet, meldete Stöcker dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek im September 2020. Die Wirksamkeit des Impfstoffs sei auch von den Virologen Christian Drosten und Hendrik Streeck bestätigt worden.

Verdacht auf strafbares Handeln

Das Paul-Ehrlich-Institut meldete Stöckers Versuch daraufhin an das Landesamt für soziale Dienste in Kiel, das Strafanzeige erstattete. Es bestehe, so PEI-Präsident Cichutek in einer Mail, der "Verdacht strafbaren Handelns", weil eine "klinische Prüfung" mit einem "experimentellen Arzneimittel" stattgefunden habe.

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Stöckers Anwalt, der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, hat bei der Staatsanwaltschaft Lübeck Ende Januar beantragt, das Verfahren einzustellen. Sein Mandant brauche als Arzt keine Erlaubnis für die Herstellung, da er das Antigen im Rahmen "individueller Heilversuche" gespritzt habe.

Stöcker erklärte, dass er sein Antigen mittlerweile mehr als 60 weiteren Freiwilligen verabreicht habe. "Mehr als 90 Prozent hatten schützende Antikörper in hoher Konzentration entwickelt", so der Arzt. "Die banale Impfung war nahezu nebenwirkungsfrei und äußerst effektiv." Stöcker kündigt an, die Rezeptur des Antigens zu veröffentlichen. Er wolle kein Geld damit verdienen, sondern schnell möglichst viele Menschen vor Corona schützen. "Wenn sich herausstellt, dass mein Verfahren funktioniert, dann sind die Patente der anderen hinfällig", sagte Stöcker. "Weil dann jeder einen Impfstoff herstellen könnte."

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Verwendete Quellen
  • Spiegel: Ausgabe vom 4. Februar
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