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Astrazeneca: Stiko empfiehlt Jüngeren Zweitimpfung mit anderem Vakzin

Umverteilung  

Impfkommission gegen zweite Astrazeneca-Dosis bei Jüngeren

02.04.2021, 10:52 Uhr | AFP

Astrazeneca: Stiko empfiehlt Jüngeren Zweitimpfung mit anderem Vakzin. Ampullen mit Impfstoff von Astrazeneca (Symbolbild). Junge Menschen sollen diesen Impfstoff nicht mehr erhalten. (Quelle: dpa/Nicolas Armer)

Ampullen mit Impfstoff von Astrazeneca (Symbolbild). Junge Menschen sollen diesen Impfstoff nicht mehr erhalten. (Quelle: Nicolas Armer/dpa)

Wer zunächst nur eine Impfung mit Astrazeneca erhalten hat und jünger ist als 60 Jahre, soll als zweite Dosis ein anderes Mittel bekommen. Das teilt die Ständige Impfkommission mit. 

Nach dem Inkrafttreten der neuen Altersempfehlung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat die Ständige Impfkommission (Stiko) jüngeren Geimpften ein anderes Vakzin für die Zweitimpfung empfohlen. Unter 60-Jährigen solle nach zwölf Wochen anstelle der zweiten Astrazeneca-Impfstoffdosis eine Dosis der Vakzine von Biontech/Pfizer oder Moderna verabreicht werden, teilte das Gremium am Donnerstag mit.

Im "Spiegel" nahm der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, derweil Stellung zu den wechselnden Empfehlungen seines Expertengremiums bezüglich des Astrazeneca-Vakzins. "Das in Deutschland für die Sicherheitsüberwachung zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte ein sehr deutliches Signal erkannt, darauf musste die Stiko reagieren", sagte Mertens. Einen Imageschaden für die Impfkampagne sieht er nicht. "Die aktuelle Situation zeigt doch, dass das Sicherheitssystem in Deutschland funktioniert. Er finde es schade, "dass hier nur das Negative betont wird".

"Es fallen keine Impfdosen weg"

Es komme jetzt auf die Umverteilung an, um das Impftempo nicht zu gefährden. "In Deutschland gibt es genug Menschen ab 60 Jahren, die sich gegen Covid-19 impfen lassen wollen und noch nicht geimpft sind. Sie können den Impfstoff von Astrazeneca erhalten. Es fallen also keine Impfdosen weg", betonte Mertens.

Die Bundesregierung hatte am Dienstag beschlossen, das Astrazeneca-Vakzin nur noch an Menschen über 60 Jahre zu verimpfen. Hintergrund sind Thrombose-Fälle vor allem bei jüngeren Frauen. Jüngere Menschen in den Impfgruppen eins und zwei könnten "gemeinsam mit dem impfenden Arzt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung entscheiden, mit Astrazeneca geimpft werden zu wollen", hieß es in dem Beschluss.

Der Gesundheitsexperte und SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach hält die Entscheidung der Kommission zwar für richtig, aber auch für sehr früh. "Sie basiert nur auf tierexperimentellen Studien. In wenigen Wochen hätten wir Ergebnisse beim Menschen aus England gehabt", schrieb er auf Twitter.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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