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Experte: Wahlergebnis der AfD ist keine Protestwahl

Von dpa
Aktualisiert am 07.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke gratuliert Oliver Kirchner, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, zum Wahlergebnis.
Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke gratuliert Oliver Kirchner, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, zum Wahlergebnis. (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Magdeburg (dpa) - Der Soziologe und Extremismusforscher Matthias Quent sieht im AfD-Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht den Ausdruck einer Protestwahl.

Es handele sich nicht um einen Protest gegen soziale Missstände, sondern eher um einen Protest gegen die liberale Demokratie an sich, sagte Quent am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Um die 21 Prozent haben eine rechtsextreme Partei gewählt, die in Sachsen-Anhalt tatsächlich auch besonders rechtsextrem ist im Bundesvergleich." Quent ist Professor für Soziologie an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal und wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena.

"Bemerkenswert ist, dass dieses Ergebnis im Kontext einer Radikalisierung dieser Partei erreicht wurde", sagte Quent. Allerdings zeigten mehrere Studien, dass es einen durchaus größeren Teil der Bevölkerung gebe, der rassistisch eingestellt sei und auf männliche Privilegien bestehe, sich von Emanzipation und Gleichberechtigung bedroht fühle.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war die CDU am Sonntag mit einem vorläufigen Ergebnis von 37,1 Prozent als klarer Sieger hervorgegangen. Die AfD landete mit 20,8 Prozent auf Platz zwei. Einer Erhebung von Infratest-dimap für die ARD zufolge konnte die CDU vor allem Nichtwähler mobilisieren - deutlich mehr als frühere AfD-Wähler.

Quent schätzt es als schwierig ein, AfD-Wähler "zurückzuholen", da die AfD in den vergangenen Jahren vor allem bei Nichtwählern punkten konnte. Dabei handele es sich auch um Menschen, die aus politischen Gründen bei den liberalen Parteien kein Angebot gefunden hätten. Rechtsextrem eingestellte Menschen hätten vor dem Aufstieg der AfD nicht CDU gewählt, und sie wählten auch nicht unbedingt die NPD, weil diese Partei mit ihrem Angebot kaum anschlussfähig gewesen sei. "Insofern hat die AfD da eine antiliberale Lücke besetzt", resümierte Quent.

Seiner Meinung nach widersprechen auch die stabilen Zustimmungswerte für die AfD einer These, es könnte sich um eine Protestwahl handeln. Es habe zwar die Gefahr gegeben, dass die AfD gerade im Krisenjahr an Zustimmung hinzugewinne. "Dass das nicht gelungen ist, widerspricht der Protestthese. Es ist kein allgemeiner Sozialprotest - und dazu hätte man in der Corona-Krise genügend Gründe gehabt -, sondern die Zustimmungswerte sind sehr stabil", sagte Quent.

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