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NRW-Innenminister Reul: Anschlag von Hagen sollte volle Synagoge treffen

Angriff verhindert  

Reul: Anschlag von Hagen sollte volle Synagoge treffen

23.09.2021, 14:25 Uhr | dpa

NRW-Innenminister Reul: Anschlag von Hagen sollte volle Synagoge treffen. Herbert Reul (CDU): Der NRW-Innenminister geht davon aus, dass der Anschlag von Halle möglichst viele Menschen hätte treffen sollen. (Quelle: dpa/Thomas Banneyer)

Herbert Reul (CDU): Der NRW-Innenminister geht davon aus, dass der Anschlag von Halle möglichst viele Menschen hätte treffen sollen. (Quelle: Thomas Banneyer/dpa)

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen geht davon aus, dass der Anschlag auf die Synagoge der Stadt möglichst viele Menschen hätte treffen sollen. Doch noch bleiben viele Fragen offen.

Der mutmaßliche Anschlag in Hagen sollte nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden "eine möglichst volle Synagoge treffen". Den Informationen zufolge sollte es "an einem hohen jüdischen Feiertag zu einem Anschlag auf die Synagoge in Hagen kommen", berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags.

"Da das Jom-Kippur-Fest unmittelbar bevorstand lag es nahe, von einem Anschlagsplan an diesem hohen jüdischen Feiertag auszugehen", sagte Reul. "Ob der Anschlag am Ende wirklich während dieses Festes – dem heiligsten und feierlichstem Tag des jüdischen Jahres – stattfinden sollte, ist noch nicht ganz sicher."

Verdächtiger weiter in U-Haft

Ein 16-jähriger Syrer soll den Anschlag auf die Synagoge in der Ruhrgebietsstadt vorbereitet haben. Er sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne er keine Einzelheiten nennen, sagte Reul.

Nach dem Tipp eines ausländischen Geheimdienstes war ein Großaufgebot der Polizei am 15. September ausgerückt, um die Synagoge in Hagen zu bewachen. Wenig später war der Jugendliche festgenommen worden. Er selbst hatte bestritten, einen Anschlag geplant zu haben. Sein Verteidiger hat Antrag auf Haftprüfung gestellt.

Zahl der Gefährder sinkt

Reul teilte darüber hinaus mit, die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden hätten derzeit 190 islamistische Gefährder und 178 sogenannte relevante Personen dieses Spektrums im Blick. Seit 2019 (221) sei die Zahl der Gefährder leicht rückläufig. Die Zahl antisemitischer Straftaten in NRW gehe bereits seit 2018 zurück.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzchefs Burkhard Freier befinden sich derzeit 110 aus Deutschland ausgereiste Personen in Syrien und im Irak, die potenziell zurückkehren könnten und beobachtet werden müssten.

In der islamistischen Szene versuchten "Mentoren" im Internet herauszufinden, welche Jugendliche Bilder von Terror und Hinrichtungen posteten, berichtete Freier. "Dann weiß man, dass man die weiter verführen kann. Denen kann man Instruktionen für den Bombenbau schicken."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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