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Am Mittwoch kommt Woelki zur├╝ck - oder doch nicht?

Von dpa
28.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von K├Âln.
Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von K├Âln. (Quelle: Oliver Berg/dpa/Archivbild./dpa)
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K├Âln (dpa) - Im Erzbistum K├Âln wird ├╝ber die geplante R├╝ckkehr von Kardinal Rainer Maria Woelki ger├Ątselt. Seine f├╝nfmonatige Auszeit als Erzbischof l├Ąuft am Mittwoch (2. M├Ąrz) aus.

Die urspr├╝nglich geplante Teilnahme an einer Messe im K├Âlner Dom hat er in der vergangenen Woche jedoch abgesagt, ebenso wie einen ├Âkumenischen Gottesdienst in D├╝sseldorf am Samstag. Doch sein Amt will er offenbar wieder antreten. Jedenfalls teilte das Erzbistum K├Âln mit: "F├╝r den Zeitpunkt seiner R├╝ckkehr als Erzbischof von K├Âln am 2. M├Ąrz hat der Kardinal einen Fastenhirtenbrief und eine Medienmitteilung angek├╝ndigt."

Aus Bistumskreisen kommen widerspr├╝chliche Signale. Zum einen hei├čt es, Woelki werde niemals aus eigenen St├╝cken zur├╝cktreten. Den Gottesdiensten bleibe er vermutlich deshalb fern, weil er den Medienrummel scheue. Er hoffe wohl darauf, dass die Aufmerksamkeit nach einiger Zeit abebben werde. Es kursiert aber auch das Ger├╝cht, dass Woelki am Mittwoch seinen R├╝ckzug ank├╝ndigen wolle und der M├╝nsteraner Bischof Felix Genn das Erzbistum dann vor├╝bergehend als Apostolischer Administrator ├╝bernehmen werde.

Woelki habe bisher zu keinem einzigen hohen Verantwortungstr├Ąger des Erzbistums Kontakt aufgenommen, um seine R├╝ckkehr praktisch vorzubereiten, hei├čt es aus Bistumskreisen. Die gegens├Ątzlichen Signale sind in jedem Fall Ausdruck der Intransparenz, mit der Personalentscheidungen in der katholischen Kirche gehandhabt werden.

Papst Franziskus hatte Woelki im September in eine f├╝nfmonatige Auszeit geschickt, nachdem er ihm "gro├če Fehler" vorgeworfen hatte. Was sich der Vatikan von dieser Auszeit versprochen hat, ist unklar. Vermutet wird, dass man in der Zentrale der katholischen Kirche einfach darauf hoffte, dass sich die Aufregung im gr├Â├čten deutschen Bistum in dieser Zeit von selbst legen oder zumindest abschw├Ąchen w├╝rde. Das hat sich allerdings nicht erf├╝llt.

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Viel Geld f├╝r PR-Beratung- Kardinal bleibt unbeliebt

Woelki hatte 2020 eine Vertrauenskrise ausgel├Âst, als er sich entschied, ein Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorw├╝rfen des sexuellen Missbrauchs nicht zu ver├Âffentlichen. Er f├╝hrte rechtliche Gr├╝nde an. Danach verschlechterte sich das Verh├Ąltnis zwischen dem als ebenso konservativ wie verschlossen geltenden Kardinal und den Gremien des Erzbistums immer weiter. Die Zahl der Kirchenaustritte in K├Âln stieg steil an. W├Ąhrend der Auszeit sind zus├Ątzliche belastende Fakten bekannt geworden, zum Beispiel der Umstand, dass Woelki 820.000 Euro f├╝r externe PR-Beratung ausgegeben hat. Umfrage-Ergebnisse deuten darauf hin, dass damit kein allzu gro├čer Effekt erzielt worden ist.

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "K├Âlner Stadt-Anzeigers" vertreten 82 Prozent der Katholiken im Erzbistum K├Âln die Ansicht, dass Papst Franziskus Woelki jetzt absetzen sollte. 92 Prozent meinen, dass Woelki von sich aus Konsequenzen h├Ątte ziehen und zur├╝cktreten m├╝ssen. Auch die wichtigsten Gremien des Erzbistums haben alle mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie sich eine Zukunft mit dem Kardinal nicht mehr vorstellen k├Ânnen.

Wie Woelki k├╝nftig sein Amt ausf├╝llen will, wenn er ├Âffentliche Auftritte wie Gottesdienste meidet, ist unklar. Schon in den letzten Monaten vor seiner Auszeit hatte er sich mehr und mehr ins Erzbisch├Âfliche Haus zur├╝ckgezogen. "Ein Erzbischof ohne Volk - das ist im Bauplan der katholischen Kirche nicht vorgesehen und ein Widerspruch in sich", sagte der Kirchenrechtler Thomas Sch├╝ller der Deutschen Presse-Agentur. "Der Kardinal stellt sein pers├Ânliches Wohlergehen, seine Karriere vor die Sorgen und N├Âte seiner Gl├Ąubigen."

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