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IS-KĂ€mpferin verlĂ€sst Gericht nach Urteil auf freiem Fuß

Von dpa
Aktualisiert am 18.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Zwei Jahre auf BewÀhrung: Eine ehemalige IS-KÀmpferin wurde von dem Oberlandesgericht Naumburg verurteilt.
Zwei Jahre auf BewÀhrung: Eine ehemalige IS-KÀmpferin wurde von dem Oberlandesgericht Naumburg verurteilt. (Quelle: Heiko Rebsch/dpa./dpa)
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Halle (dpa) - Nach ihrer Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien ist eine 22-jÀhrige Frau zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf BewÀhrung verurteilt worden.

Sie verlasse damit etwa ein halbes Jahr nach Prozessbeginn das Justizzentrum in Halle auf "freiem Fuß", sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG) in Naumburg am Mittwoch. Die Öffentlichkeit war seit dem ersten Prozesstag vom der Verhandlung ausgeschlossen, da die Angeklagte zum Tatzeitpunkt minderjĂ€hrig war und der Schutz der Persönlichkeit nach Ansicht des Gerichtes besonders gewahrt werden musste.

Das Gericht sah laut UrteilsbegrĂŒndung die Mitgliedschaft in einer auslĂ€ndischen terroristischen Vereinigung sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz als erwiesen an. Vom Vorwurf der Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit sprach das Gericht die Angeklagte hingegen frei.

Hochzeit mit einem IS-KĂ€mpfer

2015 habe sich die damals 15-jĂ€hrige Angeklagte dem IS angeschlossen und einen seiner KĂ€mpfer geheiratet, sagte der Gerichtssprecher. Sie habe sich mit den Zielen der Terrormiliz identifiziert und "nach ihren KrĂ€ften" zu deren Förderung beigetragen. So sei die Jugendliche unter anderem in einem Krankenhaus der Organisation beschĂ€ftigt gewesen. Außerdem besaß sie den Angaben zufolge eine Schusswaffe und hatte vorĂŒbergehend "Gewalt ĂŒber eine Kalaschnikow" - eine Waffe, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegt.

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Ausreichend Anhaltspunkte fĂŒr die ihr vorgeworfenen Beihilfe beim Halten einer jesidischen Sklavin sah das Gericht indes nicht. Der Kontakt zu der von ihrem Ehemann gehaltenen Sklavin sei lediglich "punktuell" gewesen, erklĂ€rte der Sprecher die Entscheidung des Gerichts.

Richter: Hohe Bereitschaft zur Auseinandersetzung

Positiv bewerteten die Richter bei der Strafzumessung eine "weitgehend gestĂ€ndige Einlassung der Angeklagten, fehlende Vorstrafen und eine hohe Bereitschaft, sich mit dem Tatgeschehen auseinander zu setzen". Die junge Frau habe einen starken Willen zur Resozialisierung gezeigt, fĂŒhrte der Sprecher weiter aus. Sie engagiere sich "in ganz erheblichem Maße" fĂŒr die Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben. Dazu gehöre die elterliche FĂŒrsorge fĂŒr ihre Kinder und ihre BemĂŒhungen in einer Ausbildung.

Eine ARD-Dokumentation hatte die BemĂŒhungen des Vaters um RĂŒckfĂŒhrung seiner Tochter vor Jahren begleitet und von dem damaligen MĂ€dchen das Bild eines recht naiven, aber keineswegs bösartigen Charakters gezeichnet. Diese fehlenden "schĂ€dlichen Neigungen" bestĂ€tigte auch das Gericht der nunmehr 22-JĂ€hrigen, die den Urteilsspruch ohne den Beistand ihrer Familie im Gerichtssaal Ă€ußerlich gelassen zur Kenntnis nahm.

Das Urteil ist noch nicht rechtskrÀftig. Die Angeklagte und die Anklageseite können binnen einer Woche Revision dagegen einlegen.

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