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Eurofighter-Einsatz sorgt in Bayern & Thüringen für Unmut: Das war der Grund


"Hat ganz schön gewummst" – Aufruhr nach Eurofighter-Einsatz

Von t-online, lw

Aktualisiert am 09.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Bundeswehr-Kampfflugzeug vom Typ Eurofighter (Archivbild): Der Einsatz erregte Aufsehen.Vergrößern des BildesEin Bundeswehr-Kampfflugzeug vom Typ Eurofighter (Archivbild): Der Einsatz erregte Aufsehen. (Quelle: Björn Trotzki/imago images)
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Zwei laute Knalle haben am Freitagabend einige Bewohner im Süden Deutschlands in Angst versetzt. Mehrere Bundeswehr-Jets stiegen zum Himmel auf.

Zweimal hat es am Freitagabend gegen 19 Uhr in Teilen Thüringens und Bayerns laut geknallt – Anwohnerinnen und Anwohner waren in Aufruhr. Eine Explosion? Doch schnell gab es Entwarnung: Von der Luftwaffe waren mehrere Eurofighter in Überschallgeschwindigkeit in den Himmel gerauscht.

Der Grund war eine zivile Maschine, die ohne Funkkontakt zur Flugsicherung nach Deutschland einflog, wie die Luftwaffe auf X (vormals Twitter) mitteilte. "Nach einem Cockpit-Check wurde der technische Fehler behoben", hieß es weiter. Der Flieger sei noch bis zur polnischen Grenze eskortiert worden. Im Einsatz waren demnach Jets vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74.

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Einsatz war ein "Quick Reaction Alert"

Und warum hat es so laut geknallt? Der Einsatz war ein "Quick Reaction Alert", kurz QRA. Das bezeichnet eine Stufe der Gefechtsbereitschaft in der Militärfliegerei. Wie die Bundeswehr auf ihrer Website erklärt, ist in Deutschland nur die Luftwaffe mit ihren Eurofighter-Kampfflugzeugen in der Lage, ein in großer Höhe und mit hoher Geschwindigkeit fliegendes Flugzeug abzufangen. Für die Luftraumsicherung sind dafür zwei Maschinen in ständiger Bereitschaft: im Norden in Wittmund und im Süden in Neuburg an der Donau.

Die QRA-Jets waren der Luftwaffe zufolge in einem "A-Scramble" aufgestiegen, was bedeutet, dass der Alarm so schnell wie möglich aktiviert wird. In dem Fall rennen die Piloten zu ihren Kampfflugzeugen. Bald darauf durchstoßen die Eurofighter die Wolken mit Nachbrennern – was die lauten Geräusche von Freitagabend erklärt. "Wenn ein Jet in den Überschallflug geht, dann knallt es immer zweimal", hieß es in einem Kommentar der Luftwaffe auf X.

"Hat ganz schön gewummst"

Dort hatten sich mehrere Nutzerinnen und Nutzer über das Ereignis ausgetauscht. Einer schrieb: "Hat ganz schön gewummst bei uns in Franken". Ein anderer teilte mit: "Viele haben sich sehr erschreckt." In einem weiteren Kommentar fragte jemand: "Bei uns wird gerade über Explosionen eines Tanklagers spekuliert. Gingen die Maschinen über Thüringen in den Überschallflug?" Die lauten Knalle waren demnach mehrere Dutzend Kilometer entfernt vom Startpunkt in Neuburg an der Donau (Bayern) zu hören.

Derweil berichtete die Landeseinsatzzentrale der Polizei in Thüringen laut "Bild" von verängstigten Anrufern. "Die Menschen erzählten von mehreren lauten Knallen und vibrierenden Fensterscheiben", sagte ein Sprecher. Doch die Behörden gaben wenig später die Entwarnung.

Unter den X-Kommentaren fanden sich auch humorvolle Unterhaltungen. So schrieb ein Nutzer: "Mein Bier ist umgefallen." Die Luftwaffe entgegnete darauf: "Besser, als wenn es Rotwein gewesen wäre ... Zwecks Flecken und so." Einsätze wie diese ereignen sich den Angaben zufolge "ein paar Mal im Jahr". Um kurz vor 21 Uhr, also rund zwei Stunden nach dem Start, postete die Luftwaffe, dass die Jets wieder gelandet seien.

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