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Militärseelsorge: Kabinett beschließt Rabbiner für die Bundeswehr

Jüdische Militärseelsorge  

Kabinett beschließt Militär-Rabbiner für die Bundeswehr

11.12.2019, 12:32 Uhr | dpa

Militärseelsorge: Kabinett beschließt Rabbiner für die Bundeswehr. Ein Rabbiner (Symboldbild): In der Bundeswehr gibt es ungefähr 300 jüdische Soldaten. (Quelle: imago images/Beata Zawrzel)

Ein Rabbiner (Symboldbild): In der Bundeswehr gibt es ungefähr 300 jüdische Soldaten. (Quelle: Beata Zawrzel/imago images)

Evangelische und katholische Seelsorger gibt es bereits bei der Bundeswehr – jetzt sollen auch noch jüdische Geistliche dazu kommen. Auch über religiöse Unterstützung für muslimische Soldaten gibt es Gespräche. 

Das Bundeskabinett hat Plänen zur Einführung von Militärrabbinern für die Bundeswehr zugestimmt. Die Ministerrunde beschloss am Mittwoch in Berlin, dass dazu ein Vertrag über Militärseelsorge mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland geschlossen werden soll. Für Soldaten gibt es in Deutschland und bei den laufenden Auslandseinsätzen bereits eine evangelische und katholische Seelsorge.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bezeichnete die Entscheidung als wichtiges Zeichen. "Nach rund 100 Jahren werden wir wieder jüdische Militärrabbiner in der Bundeswehr einrichten. Ein klares Bekenntnis: Jüdisches Leben ist selbstverständlich in unserem Land", schrieb die CDU-Politikerin auf Twitter.

"Verständnis für das Judentum in Deutschland fördern"

Militärrabbiner sollten die "Seelsorge für jüdische Soldaten, aber auch für alle Soldaten, unabhängig von der Konfession, gewährleisten", hieß es in der Beschlussvorlage, die der dpa vorlag. Sie sollten Aus- und Fortbildungen begleiten, Schriften zu ethischen Fragen verfassen und in die Bundeswehr als Institution hineinwirken. "Auf diesem Wege kann das Verständnis für das Judentum und die jüdische Gemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland gefördert werden", hieß es weiter. Der Bundestag muss erst noch zustimmen.

Die Bundeswehr dokumentiert die Religionszugehörigkeit ihrer Soldaten nicht. Schätzungen gehen davon aus, dass es etwa 300 Juden und rund 94.000 Christen in der Bundeswehr gibt. Die Zahl der Muslime wird auf 3.000 geschätzt. Gespräche über eine Seelsorge auch für Muslime laufen, sind aber wegen der unterschiedlichen Organisationsformen der islamischen Glaubensverbände schwieriger.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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