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Markus Plenk: Bayerns Fraktionschef verlässt AfD und wechselt zur CSU

"Bürgerliche Fassade"  

AfD-Fraktionschef in Bayern verlässt Fraktion im Streit

05.04.2019, 20:46 Uhr | dpa

Markus Plenk: Bayerns Fraktionschef verlässt AfD und wechselt zur CSU. Markus Plenk: Der AfD-Fraktionschef im bayerischen Landtag verlässt seine Partei. (Quelle: dpa/Matthias Balk)

Markus Plenk: Der AfD-Fraktionschef im bayerischen Landtag verlässt seine Partei. (Quelle: Matthias Balk/dpa)

In der bayerischen AfD rumort es. Jetzt tritt der Fraktionschef Markus Plenk aus. Er habe das Gefühl gehabt, sich mitschuldig zu machen an der Spaltung der Gesellschaft.  

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Markus Plenk will seinen Posten abgeben, aus der Fraktion und voraussichtlich auch aus der Partei austreten. "Ich verlasse die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag", sagte Plenk. Er gehe davon aus, dass er auch aus der Partei austreten werde.

Einem Bericht des "Spiegel" zufolge will er dann zur CSU gehen. "Ich habe es satt, die bürgerliche Fassade einer im Kern fremdenfeindlichen und extremistischen Partei zu sein", sagte Plenk dem Magazin. Er habe das Gefühl, "sich mitschuldig zu machen" an der von Teilen der AfD betriebenen Spaltung der Gesellschaft.

Richtungskampf in Bayerns AfD

Plenk hat die Fraktion zusammen mit Katrin Ebner-Steiner geführt. Mit seiner Ankündigung erreicht der Richtungskampf in der bayerischen AfD-Fraktion einen neuen Höhepunkt. In der vergangenen Woche hatte bereits der Abgeordnete Raimund Swoboda seinen Rückzug wegen eines Rechtsrucks der Fraktion erklärt. Auf einen ursprünglich angekündigten Ausschluss des mit Swoboda solidarischen Abgeordneten Franz Bergmüller verzichtete die Fraktion dann kurzfristig.

Die als Vertraute des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke geltende Ebner-Steiner sagte, sie habe schon länger den Abgang von Plenk erwartet. Dieser habe bereits vor einiger Zeit sein Büro komplett leer geräumt und sei kaum noch aufgetaucht. Ebner-Steiner forderte Plenk auf, sein Landtagsmandat zurückzugeben.
 

 
Die AfD war bei der Landtagswahl im Oktober mit 10,2 Prozent erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und schnitt als viertstärkste Kraft stärker ab als die SPD. Nach der Zahl der Abgeordneten ist die AfD inzwischen aber nur noch fünftstärkste Kraft.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP
  • Artikel des "Spiegel"

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