Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Parteien >

Gesetzesentwurf: FDP will Vaterschaftstests vor Geburt erlauben

Nach zwölfter Schwangerschaftswoche  

Gesetzesentwurf: FDP will Vaterschaftstests vor Geburt erlauben

28.01.2020, 09:27 Uhr | AFP

Gesetzesentwurf: FDP will Vaterschaftstests vor Geburt erlauben. Die FDP möchte vorgeburtliche Vaterschaftstests einführen: Damit solle vermieden werden, dass Väter während der Schwangerschaft in "konstanter Ungewissheit" leben. (Quelle: imago images)

VaterschaftstestDie FDP möchte vorgeburtliche Vaterschaftstests einführen: Damit solle vermieden werden, dass Väter während der Schwangerschaft in "konstanter Ungewissheit" leben. (Quelle: imago images)

Die FDP hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Vätern auch vor der Geburt ermöglichen soll, ihre Vaterschaft testen zu lassen – allerdings erst wenn eine Abtreibung nicht mehr möglich ist.

Die FDP strebt eine generelle Legalisierung von Vaterschaftstests vor der Geburt eines Kindes an. Das geht aus einem Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion hervor, über den die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) vorab aus ihrer Dienstagsausgabe berichtet. Das bisherige Verbot vorgeburtlicher Vaterschaftstests sei aus der Zeit gefallen, kritisierte die FDP-Abgeordnete Katrin Helling-Plahr.

Der Vaterschaftstest für Ungeborene soll nach dem Willen der FDP allerdings erst nach Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche erlaubt sein, wie die "SZ" weiter berichtet. Zu diesem Zeitpunkt endet die Frist, bis zu der Frauen in Deutschland straffrei abtreiben dürfen. Schwangere und potenzielle Väter sollen nach diesen Plänen also zwar schon während der Schwangerschaft Gewissheit über die Vaterschaft erhalten, aber nicht auf Grundlage dieses Wissens abtreiben lassen dürfen.

Vorgeburtliche Vaterschaftstests bislang nur bei Straftaten vorgesehen

Bislang sind vorgeburtliche Vaterschaftstests in Deutschland nur erlaubt, wenn die Schwangerschaft aus einer Straftat entstanden sein könnte, also bei einer Vergewaltigung. Die FDP kritisiert laut "SZ" in ihrem Gesetzentwurf, dass Schwangere und potenzielle Väter "in der Zeit zwischen Bekanntwerden der Schwangerschaft und Geburt in konstanter Ungewissheit leben" müssten.

Konkret geht es den Freien Demokraten dem Bericht zufolge um die Anwendung der neuen Bluttests auf Abstammung, bei denen auf eine riskante Fruchtwasseruntersuchung verzichtet werden kann. Das Blut der Mutter und eine DNA-Probe des potenziellen Vaters genügen für diese Untersuchung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal