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Andreas Kalbitz: Brandenburger AfD wählt Hans-Christoph Berndt zum Nachfolger

Kampfabstimmung in der Fraktion  

Brandenburger AfD wählt Nachfolger von Andreas Kalbitz

27.10.2020, 11:18 Uhr | dpa

Andreas Kalbitz: Brandenburger AfD wählt Hans-Christoph Berndt zum Nachfolger . Hans-Christoph Berndt: Der Landesverfassungsschutz hält auch den neuen Chef der Brandenburger AfD-Fraktion für einen "erwiesenen Rechtsextremisten".  (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

Hans-Christoph Berndt: Der Landesverfassungsschutz hält auch den neuen Chef der Brandenburger AfD-Fraktion für einen "erwiesenen Rechtsextremisten". (Quelle: Patrick Pleul/dpa)

Nach dem Rauswurf von Andreas Kalbitz hat die Brandenburger AfD-Landtagsfraktion einen Nachfolger bestimmt. Auch diesen hält der Verfassungsschutzchef für einen "erwiesenen Rechtsextremisten".

Zwei Monate nach dem Rücktritt von Andreas Kalbitz hat die Brandenburger AfD-Landtagsfraktion Hans-Christoph Berndt zum neuen Vorsitzenden gewählt, wie die Fraktion mitteilte. Berndt tritt die Nachfolge von Kalbitz an, der nach seinem Rauswurf aus der Partei im August zurückgetreten war. Der Parteivorstand hatte die Mitgliedschaft von Kalbitz im Mai aufgehoben, weil er Kontakte ins rechtsextremistische Milieu verschwiegen haben soll.

Um den Vorsitz hatten sich in einer Kampfabstimmung die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Birgit Bessin, der Parlamentarische Geschäftsführer Dennis Hohloch und der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Christoph Berndt beworben.

Kalbitz scheiterte vor Gericht mit Antrag gegen Rauswurf 

Berndt leitet den Verein "Zukunft Heimat", der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird. Auch Berndt sei ein "erwiesener Rechtsextremist", hatte Landesverfassungsschutzchef Jörg Müller gesagt. Müller hatte auch Kalbitz als "erwiesenen Rechtsextremisten" bezeichnet.

Der AfD-Bundesvorstand hatte Kalbitz im Mai die Mitgliedschaft aberkannt, weil er bei seiner Aufnahme frühere Mitgliedschaften bei der rechtsextremen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) und den Republikanern verschwiegen haben soll. Vor dem Landgericht Berlin hatte er im August mit einem Eil-Antrag gegen den Rauswurf keinen Erfolg. Kurz zuvor hatte sich Kalbitz vom Fraktionsvorsitz zurückgezogen, den er zunächst nur bis zur Gerichtsentscheidung ruhen lassen wollte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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