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Schlagfertiger Klinikchef kontert AfD-Anfrage

Frage nach "moralischer Dysfunktion"  

Schlagfertiger Klinikchef kontert AfD-Anfrage

Von Marianne Max

30.03.2021, 11:09 Uhr
Schlagfertiger Klinikchef kontert AfD-Anfrage. Katrin Ebner-Steiner, Fraktionschefin der AfD: Sie fragte nach dem Migrationshintergrund der Corona-Patienten. (Quelle: imago images/Metodi Popow)

Katrin Ebner-Steiner, Fraktionschefin der AfD: Sie fragte nach dem Migrationshintergrund der Corona-Patienten. (Quelle: Metodi Popow/imago images)

Mit dieser Antwort hat die Vorsitzende der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag nicht gerechnet: Sie erkundigte sich bei einem Klinikleiter nach dem Migrationshintergrund seiner Corona-Patienten. Dieser reagierte schlagfertig.

Katrin Ebner-Steiner, die AfD-Fraktionschefin im bayerischen Landtag, steht in der Kritik für eine Anfrage, die sie gestellt haben soll: Sie soll dem Geschäftsführer der Ochsenfurter Main-Klinik, Alexander Schraml, eine E-Mail geschrieben haben, um sich Informationen über den Migrationshintergrund der Corona-Patienten in der Klinik einzuholen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

In ihrer Mail schreibt Ebner-Steiner demnach, sie habe "erfahren", dass angeblich "ein großer oder nicht unerheblicher Teil" der Covid-Patienten "einen Migrationshintergrund" habe. Sie fragt deshalb: "Könnten Sie mir daher bitte mitteilen, wie viele sogenannte Corona-Patienten bei Ihnen stationär behandelt werden? Und wie viele der Corona-Patienten tatsächlich einen Migrationshintergrund haben?"

Klinikchef erkundigt sich nach "intellektueller Dysfunktion"

Der Klinikchef ließ die Mail laut der "Süddeutschen Zeitung" nicht unbeantwortet. Er schrieb der Politikerin, er habe "erfahren", dass "ein großer oder nicht unerheblicher Teil Ihrer Fraktion an einer moralischen und intellektuellen Dysfunktion" leide. Er bittet daher um eine Mitteilung darüber, wie viele AfD-Abgeordnete davon betroffen seien und wie viele davon zudem einen "politisch zweifelhaften Hintergrund" hätten.

Ein Sprecher der AfD bestritt gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", eine solche Mail erhalten zu haben und bezeichnete Schramls Vorgehen als "unseriös".

Verwendete Quellen:

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