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Franziska Giffey (SPD) erklärt ihren Rücktritt: "Ich stehe zu meinem Wort"


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So erklärt Giffey ihren Rücktritt als Familienministerin

Von t-online
Aktualisiert am 19.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Affäre um Doktortitel: An der Sitzung des Bundeskabinetts am Mittwoch nahm Franziska Giffey noch teil, dann bat die Ministerin um ihre Entlassung. (Quelle: Reuters)
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Warum tritt Franziska Giffey jetzt als Ministerin zurück – und warum will sie dennoch Spitzenkandidatin in der Hauptstadt bleiben? Giffey hat eine persönliche Stellungnahme verfasst, die Sie hier lesen können.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) tritt angesichts der Debatte um ihre Doktorarbeit zurück. Sie sieht sich mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. In einem ersten Verfahren hatte die Freie Universität Berlin ihre Arbeit gerügt, ihr den Titel jedoch nicht entzogen. Die Uni hatte aber angekündigt, das Verfahren noch einmal aufzurollen und Giffey bis Anfang Juni Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.


Diesen Politikern wurde ihre Doktorarbeit (fast) zum Verhängnis

Der Doktor ist der höchste akademische Grad in Deutschland. Diesen streben auch gerne Politiker an. Doch nicht alle dieser Doktorarbeiten sind sauber erarbeitet. So manche Promotion stellte sich deshalb als Karrierekiller heraus.
Franziska Giffey (SPD): Die Freie Universität (FU) in Berlin erteilte Giffey im Herbst 2019 nach Plagiatsvorwürfen wegen Mängeln in ihrer Dissertation eine Rüge, im Juni 2021 entzog sie Giffey den Doktortitel. Giffey war vor diesem Hintergrund bereits vom Amt der Bundesfamilienministerin zurückgetreten.
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In einer persönlichen Erklärung nimmt Giffey Stellung – und erklärt auch, warum sie als Ministerin zurücktritt, aber im Herbst weiterhin Regierende Bürgermeisterin in Berlin werden will. t-online dokumentiert Giffeys Stellungnahme hier in voller Länge:

"In den letzten Tagen sind erneut Diskussionen um meine Dissertation aus dem Jahr 2010 aufgekommen. Nachdem die Freie Universität Berlin bereits im Jahr 2019 eine zweite Überprüfung der Arbeit vorgenommen und eine Entscheidung auf Nichtaberkennung des Titels getroffen hat, wurde das Verfahren im Jahr 2020 erneut aufgerollt. Dies geschah über ein Jahr nach dem abschließenden und rechtskräftigen Verwaltungsakt aus dem Jahr 2019.

Ich habe daraufhin erklärt, meinen Titel nicht mehr zu führen, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Das neu eingesetzte Gremium hat seinen Prüfbericht nun abgeschlossen. Die Freie Universität Berlin hat mir bis Anfang Juni Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, die ich wahrnehmen werde. Danach soll das noch laufende Verfahren abgeschlossen werden.

Die Mitglieder der Bundesregierung, meine Partei und die Öffentlichkeit haben aber schon jetzt Anspruch auf Klarheit und Verbindlichkeit. Daher habe ich mich entschieden, die Bundeskanzlerin um Entlassung durch den Bundespräsidenten aus meinem Amt als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu bitten.

Ich stehe weiterhin zu meiner Aussage, dass ich meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben habe – so wie ich es vor 12 Jahren für richtig gehalten und mit der wissenschaftlichen Begleitung meiner Arbeit durch eine Professur im Fachbereich Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin abgestimmt habe. Ich bedauere, wenn mir dabei Fehler unterlaufen sind. Sollte die Freie Universität in ihrer nunmehr dritten Überprüfung meiner Arbeit zu dem Ergebnis kommen, mir den Titel abzuerkennen, werde ich diese Entscheidung akzeptieren. Bereits heute ziehe ich die Konsequenzen aus dem andauernden und belastenden Verfahren. Damit stehe ich zu meinem Wort.

Ich bin stolz darauf, was ich in über drei Jahren Regierungsarbeit im Bund erreichen konnte. Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit der Bundeskanzlerin, den Kolleginnen und Kollegen im Kabinett und mit den Bundestagsabgeordneten der Koalitionsfraktionen ist es mir gelungen, alle Aufträge aus dem Koalitionsvertrag in meinem Ressort durch die Kabinettsbeschlussfassung zu bringen.

Ich danke allen, die dabei mitgeholfen haben, für ihre Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Was meine Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahlen in Berlin betrifft, habe ich immer klar gesagt: Die Berliner SPD und die Berlinerinnen und Berliner können sich auf mich verlassen. Dazu stehe ich. Mein Wort gilt. Als Berlinerin konzentriere ich mich jetzt mit all meiner Kraft auf meine Herzenssache: Ganz sicher Berlin."

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Verwendete Quellen
  • Erklärung von Franziska Giffey
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