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Friedrich Merz kritisiert Armin Laschet für Vorgehen in der Corona-Krise

"Hätte mich enger mit Söder abgestimmt"  

Merz kritisiert Laschet in Corona-Debakel

01.07.2020, 09:38 Uhr | dpa

Friedrich Merz kritisiert Armin Laschet für Vorgehen in der Corona-Krise. Friedrich Merz (Archivbild): Der Bewerber um den CDU-Parteivorsitz geht seinen Konkurrenten Armin Laschet wegen dessen Kurs in der Corona-Pandemie an.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Friedrich Merz (Archivbild): Der Bewerber um den CDU-Parteivorsitz geht seinen Konkurrenten Armin Laschet wegen dessen Kurs in der Corona-Pandemie an. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Friedrich Merz sieht den Kurs seines Rivalen Armin Laschet in der Corona-Krise kritisch. Er selbst hätte sich mehr an Bayern orientiert, sagt Merz. Trotzdem verteidigt er Laschet in einem Punkt.

Aus Sicht des CDU-Wirtschaftspolitikers Friedrich Merz hätte sich Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise enger mit Bayern abstimmen sollen. Auf die Frage von Moderator Markus Lanz, ob Merz "härter durchgezogen" hätte als NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), sagte der Mitbewerber um den CDU-Vorsitz am späten Dienstagabend im ZDF: "Ja, ich hätte vielleicht versucht, auch mit (Bayerns Ministerpräsident) Markus Söder viel enger zusammen und abgestimmt vorzugehen." Das sei aber "eine Geschmackssache, das muss auch jeder für sich allein entscheiden".

Merz verteidigt Laschet: "Teilweise unfair kritisiert"

Laschet war in der Corona-Krise vorgeworfen worden, zu schnell die verhängten Maßnahmen gelockert zu haben – anders als Bayern, wo Söder einen strikteren Kurs fuhr. Nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies reagierte Laschet aus Sicht von Kritikern hingegen zunächst zu zaghaft. Die jeweilige Performance in der Krise ist auch ein Gradmesser für alle höheren Aufgaben, die eine Kanzlerschaft mit sich bringen würde. Als Bewerber um den CDU-Vorsitz liebäugelt auch Merz mit einer Kanzler-Kandidatur. Er verteidigte Laschet bei "Markus Lanz" auch: "Ich finde, er wird da teilweise unfair kritisiert."

Merz fügte hinzu: "So eine Krise ist für alle Beteiligten eine Riesenherausforderung und wirklich ein echtes Problem." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mache auch Fehler, werde auch kritisiert, etwa dafür, "dass sie vielleicht auch spät reagiert", sagte Merz. "Wir können doch im Grunde genommen wirklich sagen, dass unsere Regierungen in Deutschland, die Bundesregierung und die Landesregierungen, für dieses Land die richtigen Entscheidungen treffen." Der CDU-Politiker betonte: "Also ich wollte zum jetzigen Zeitpunkt in keinem anderen Land leben."

Mit Blick auf Bayerns Landeschef sagte Merz, ein Kanzlerkandidat Söder sei "denkbar, klar". In Umfragen zur Kanzlerkandidatur der Union hat Söder derzeit die besten Karten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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