Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Die größte Herausforderung unserer Zeit

  • Florian Harms
Von Florian Harms

20.02.2021Lesedauer: 3 Min.
Bildcollage: Das bliebe von Nordamerika übrig, würde der Meeresspiegel um 100 Meter steigen. Dies wäre der Fall, wenn alle Gletscher weltweit schmelzen. Große Teile der USA, inklusive Florida, New York, Boston, Los Angeles und San Francisco, wären überflutet.
Bildcollage: Das bliebe von Nordamerika übrig, würde der Meeresspiegel um 100 Meter steigen. Dies wäre der Fall, wenn alle Gletscher weltweit schmelzen. Große Teile der USA, inklusive Florida, New York, Boston, Los Angeles und San Francisco, wären überflutet. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

"manche meinen, lechts und rinks kann man nicht velwechsern – werch ein illtum!", notierte der Dichter Ernst Jandl, und was 1966 galt, gilt heute erst recht. Politische Pole verschwimmen, notorische Verortungen erweisen sich als trügerisch. Das gilt nicht nur im Schlechten, sondern auch im Guten. Ist es links, sich für den Klimaschutz einzusetzen – oder ist es eine wertkonservative Haltung, die Bewahrung der Schöpfung zu propagieren? Entspricht es linker Wirtschaftskritik, die Macht der Digitalkonzerne anzuprangern – oder einem reaktionären Staatsverständnis? Ist es links, die auseinanderklaffende Schere zwischen Reichen und Armen schließen zu wollen – oder ist es einfach christlich? Sind alle diese Positionen womöglich weder links noch rechts, sondern einfach nur eine humane Haltung in der Mitte der Gesellschaft?

Viele Leute sind schnell dabei, mit Schlagworten um sich zu werfen; als regelmäßiger Kommentator des Zeitgeschehens kann man ein Lied davon singen: Entspricht die formulierte Meinung nicht 1:1 derjenigen eines Lesers, handelt man sich rasch den Vorwurf ein, man sei ja "viel zu links" oder eben ein "übler Rechter". Sie merken schon: Ich halte nicht viel von derlei Kategorien. Fruchtbare Diskussionen erschöpfen sich eben nicht darin, dass man den anderen in eine Schublade steckt. Vernunft kennt keine Schubladen. Zu einer konstruktiven Haltung gehört es, auch andere Meinungen anzuhören, um die eigenen Ansichten zu schärfen und das eigene Weltbild zu erweitern. Entscheidend sind nicht Phrasen aus der politischen Mottenkiste, sondern kraftvolle Argumente.

Ist man bereit, sich auf Argumente einzulassen, kommt man nicht umhin, die Klimakrise als größte Herausforderung unserer Zeit zu begreifen. Als eine Aufgabe, die nicht allein Politiker bewältigen können, sondern nur wir alle gemeinsam. Nicht nur in den Staaten, die am meisten Treibhausgase in die Atmosphäre blasen, sondern an jedem Ort – wobei die Industrieländer eine besondere Verantwortung haben. "Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum", hat die amerikanische Schauspielerin und Bürgerrechtlerin Jane Fonda gesagt, aber weil im Kofferraum nun mal leider kein zweiter Globus liegt, sollte jede und jeder überlegen, was er oder sie zum Schutz des Klimas beitragen kann.

Darum geht es in unserem heutigen Podcast, den mein Kollege Marc Krüger in gewohnter Sorgfalt produziert hat. Außerdem sprechen wir über die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie: Die Mutationen des Virus könnten uns noch vor gewaltige Herausforderungen stellen. Hören Sie bitte hinein:

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Als ich vorgestern Abend gebannt die Landung des Rovers auf dem Mars verfolgte, erinnerte ich mich an ein Lied. Es gibt ja nur einen Musiker, der unsere Sehnsucht nach fernen Welten so unvergleichlich schön vertont hat. Natürlich in der Originalversion. Die empfehle ich Ihnen heute. Und wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Am Montagmorgen bin ich wieder für Sie da.

Herzliche Grüße,

Ihr

Florian Harms
Chefredakteur t-online
E-Mail: t-online-newsletter@stroeer.de

Mit Material von dpa.

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