• Home
  • Politik
  • Tagesanbruch
  • Ukraine-Krieg: Was kann man eigentlich noch glauben?


Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ĂŒbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Was kann man eigentlich noch glauben?

  • Florian Harms
Von Florian Harms

Aktualisiert am 08.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Prorussische KĂ€mpfer rĂŒcken nahe Donezk vor.
Prorussische KĂ€mpfer rĂŒcken nahe Donezk vor. (Quelle: Alexander Ermochenko/Reuters-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextLufthansa bringt Mega-Jumbo A380 zurĂŒckSymbolbild fĂŒr einen TextWaldbrand in Brandenburg außer KontrolleSymbolbild fĂŒr einen TextGelbe Giftwolke tötet zwölf MenschenSymbolbild fĂŒr einen TextUSA: Zug mit 200 Passagieren entgleistSymbolbild fĂŒr einen TextOligarchen-Jacht soll versteigert werdenSymbolbild fĂŒr einen TextHut-Panne bei Königin MĂĄximaSymbolbild fĂŒr einen TextARD-Serienstar wird ersetztSymbolbild fĂŒr einen TextDeutsche Tennis-Asse souverĂ€nSymbolbild fĂŒr einen TextDresden: Baukran kracht gegen WohnhausSymbolbild fĂŒr ein VideoDorfbewohner stoppen RiesenkrokodilSymbolbild fĂŒr einen TextErster Wolf in Baden-WĂŒrttemberg entdecktSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRoyal-Expertin sorgt sich um KateSymbolbild fĂŒr einen TextJetzt testen: Was fĂŒr ein Herrscher sind Sie?

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit: Das Drama in der Ukraine beweist einmal mehr, wie wahr dieser Satz ist. TagtĂ€glich erreichen uns widersprĂŒchliche Informationen, tagtĂ€glich sagt die eine Seite dies, die andere Seite das.

Der Kreml verkĂŒndet, es seien bisher weniger als zweitausend russische Soldaten gefallen – in Wirklichkeit sind es wohl mindestens zehnmal so viele. Die Regierung in Kiew berichtet von russischen "Konzentrationslagern", in die Ukrainer gesperrt wĂŒrden, und legt damit einen Vergleich zur Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten nahe.

Wladimir Putin und sein Außenminister Lawrow lĂŒgen wie gedruckt. Sie gaukeln der Bevölkerung vor, Russland fĂŒhre eine "erfolgreiche Spezialoperation" gegen "Nazis". Zivilisten wĂŒrden dabei selbstverstĂ€ndlich geschont, behaupten sie – wĂ€hrend zeitgleich die Bilder der Massaker in Butscha und anderen ukrainischen Orten um die Welt gehen. FreischĂ€rler in Diensten Kiews kĂŒnden auf Telegram und Twitter vom bevorstehenden Sieg ĂŒber die russische Armee, er sei nur noch eine Frage von Wochen. Zeitgleich nehmen die Russen Mariupol ein.

Was ist wahr, was ist gelogen? Was stimmt zum Teil, was wird verdreht? In Krisenzeiten ist die Arbeit von Journalisten noch wichtiger als ohnehin. Seriöse Medien versuchen, die Ereignisse auf den Schlachtfeldern, in den Kommandozentralen und an den Regierungssitzen möglichst prÀzise wiederzugeben.

Darf man dabei als Reporter oder Redakteur eine eigene Meinung haben? Sollte man nur nĂŒchtern berichten – oder sind Einordnungen viel wichtiger als bloße Meldungen? Welche Funktion haben kommentierende BeitrĂ€ge und wie verhalten sie sich zu Nachrichten? Diese Fragen stellen sich nicht nur im Hinblick auf den Krieg, sie haben auch in der Corona-Pandemie eine wichtige Rolle gespielt, der anderen großen Krise.

Journalismus ist nicht gleich Journalismus. Es gibt verschiedene Arten, wie man unseren Beruf praktizieren kann, und entsprechend unterschiedlich fallen die BeitrĂ€ge aus. Über die Frage, worauf es dabei ankommt, welche Informationen vertrauenswĂŒrdig sind und was man tun kann, um LĂŒgnern nicht auf den Leim zu gehen, sprechen wir in unserem heutigen Podcast. Unsere Moderatorin Lisa Fritsch und ich haben dafĂŒr unseren leitenden Redakteur Lars Wienand eingeladen. Er zĂ€hlt zu den besten Internet-Rechercheuren Deutschlands und kann einiges berichten. Hören Sie bitte.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Die unermĂŒdliche Suche nach der Wahrheit ist wichtig, aber das gelegentliche Abschalten ist es auch. Gönnen Sie sich an diesem Wochenende ruhig mal eine Pause vom permanenten Nachrichtengewitter. Es gibt so viele andere Dinge, die Aufmerksamkeit verdienen. Draußen ist der FrĂŒhling, drinnen ist vielleicht ein gutes Buch. Und fĂŒr zwischendurch hĂ€lt unser Videoteam seine beliebten LogikrĂ€tsel bereit. Ich gestehe: Nicht jedes kann ich lösen. DafĂŒr kann ich Ihnen zum Abschluss noch ein bisschen Musik servieren. Kennen Sie das hier? Höre ich immer, wenn ich meine Laune heben will.

Ich wĂŒnsche Ihnen ein richtig schönes Wochenende. Und wenn Sie mögen, dann teilen Sie uns Ihre Meinung mit, wie es um die Pressefreiheit in Deutschland bestellt ist: Ihre E-Mail mit dem Betreff "Pressefreiheit" schicken Sie bitte an die Adresse Lesermeinung@stroeer.de. Eine Auswahl der BeitrĂ€ge veröffentlichen wir mit Nennung des Namens in einem separaten Artikel.

Herzliche GrĂŒĂŸe,

Ihr

Florian Harms
Chefredakteur t-online
E-Mail: t-online-newsletter@stroeer.de

Mit Material von dpa.

Den tÀglichen Tagesanbruch-Newsletter können Sie hier kostenlos abonnieren.

Alle Tagesanbruch-Ausgaben finden Sie hier.

Alle Nachrichten lesen Sie hier.

Quellen aus dem Podcast:

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Freiheit unter Beschuss
  • Camilla Kohrs
Von Camilla Kohrs
DeutschlandDonezkKiewRusslandTwitterUkraineWladimir Putin
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website